Neue Butzbacher Genossenschaft „dasgute.haus“ ist „Sozialinnovator“

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Neue Butzbacher Genossenschaft „dasgute.haus“ ist „Sozialinnovator“

Frisch registriertes Unternehmen in Förderprogramm aufgenommen / Räume in Innenstadt gesucht

BUTZBACH (pm). Mit der Sozial- und Kulturgenossenschaft „dasgute.haus“ ist nun ein neues Unternehmen aus Butzbach in der Förderung des Landes für „Sozialunternehmertum“. Das Land startete Mitte 2020 zusammen mit dem Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland unter dem Namen „Sozialinnovator“ die erste landesweite Förderung von sozialen Gründern. Für unter anderem den Wetteraukreis ist das Technologie- und Innovationszentrum Gießen (TIG) der Projektpartner. Nun wurde das Programm bis Ende 2022 verlängert.

Vor dem Hintergrund großer gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen gewinnen Sozialunternehmen seit einiger Zeit an Relevanz. Statt Gewinnsteigerung um jeden Preis, steht für Sozialunternehmer (Social Entrepreneurs) die Lösung drängender sozialer und ökologischer Probleme im Fokus. 

Das Programm „Sozialinnovator“ unterstützt Menschen, die ein Sozialunternehmen in Hessen gründen möchten oder dies vor kurzem getan haben. „Je nach Bedürfnis der Gründer:innen können wir mit Fachberatung in den unterschiedlichsten Bereichen, Co-Working-Plätzen, einer starken Online-Community und gezielten Workshops unterstützen“, erläutert Antje Bienert, Geschäftsführerin des TIG. 

Die Betreuung für das TIG übernimmt Christian Deiters aus Butzbach, der bereits mit social-
startups.de eine große Plattform zur Förderung von Social Entrepreneurship aufgebaut und unterschiedliche Startups beraten hat. „Das Sozialinnovator-Programm ist genau das, was das Startup-Ökosystem in Hessen braucht“, analysiert Deiters. 

Neu im Programm ist Das gute Haus. Dr. Agnes Model und Stefanie Santila Krause (Vorstand) wollen in der Butzbacher Innenstadt einen Treffpunkt für alle Generationen schaffen. „Das gute Haus ist eine gemeinnützige Sozial- und Kulturgenossenschaft, die sich die Unterstützung und Vernetzung von Menschen aller Generationen vorgenommen hat. Wir werden einen offenen Treffpunkt mit Spiel- und Erlebnisbereichen für Jung und Alt erschaffen“, so Model. Geplant sind ebenfalls Kulturveranstaltungen für Familien sowie ein Co-Working-Bereich, der insbesondere berufstätige Eltern ansprechen wird. 

„Wir arbeiten an der Umsetzung und kommen insbesondere mit vielen formalen Fragen gut voran. Der Sozialinnovator hilft uns genau an den Stellen, an denen wir auf besondere Herausforderungen treffen“, so Krause.

Das gute Haus ist kürzlich in das Genossenschaftsregister aufgenommen worden, sodass Beitrittserklärungen abgegeben werden können. Bereits jetzt, vor Eröffnung eigener Räume, haben sich schon 50 genossenschaftliche Mitglieder angemeldet.

Bienert und Deiters sind sich sicher, dass das Thema Sozialunternehmertum 2021 und 2022 deutlich an Fahrt gewinnen wird. “Klar ist, dass wir unsere gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen nicht durch die Bekämpfung von Symptomen lösen. Sozialunternehmen setzen oft an den Kernursachen an. Durch die Verlängerung können wir Social Entrepreneurship festigen“, so Deiters.

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