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Neue Drehleiter ist in Butzbach

Foto: thg

590 000-Euro-Fahrzeug für die Kernstadt-Einsatzabteilung beim Hersteller abgeholt

BUTZBACH (thg). Bei den vielen Baustellen in Butzbach sind auch die Investitionen in die Feuerwehren als Pflichtaufgabe gemäß Bedarfs-  und Entwicklungsplan für die Wehren in der Stadt ein wesentlicher Punkt. Unter anderem muss laut Bürgermeister Michael Merle in den Stützpunkt in der St.-Florian-Straße investiert werden. Die Mittel für das Dach des Pohl-Gönser Gerätehauses sind Bestandteil des jüngst verabschiedeten Nachtragshaushalts. Was den Neubau für ein Gerätehaus der Nachbarwehr aus Kirch-Göns angeht, so hat Merle die Betroffenen bereits um Geduld gebeten, wie er sagte. Die Stadt stehe mit der Kirche noch in Vertragsverhandlungen für das Grundstück, in das in den 70er Jahren Öl eingesickert war und für das die Frage der Altlasten zu klären ist.

Ein weiterer Baustein in der Feuerwehrstruktur ist indes aber gesetzt. Ein neues Drehleiter-Fahrzeug ist in Butzbach eingetroffen. Das bisher eingesetzte Fahrzeug ist reparaturanfällig und 26 Jahre alt, wie Merle sagte.

Im August 2014 stellte die Stadt Butzbach einen Antrag auf Förderung einer Drehleiter (DLK, „mit Korb“) beim Land Hessen, informierte Stadtbrandinspektor Michael Tiedemann. Ein Jahr später kam der Zuwendungsbescheid des Landes in Höhe von 229 500 Euro zur Beschaffung einer DLK. Damit ist nur ein Teil der Kosten gedeckt. Im Haushaltsplan 2015 hatte die Stadt 700 000 Euro für die Neuanschaffung vorgesehen. Der Brutto-Kaufpreis inklusive Beladung liegt bei 590 000 Euro, sodass der Eigenanteil der Stadt rund 360 000 Euro beträgt.

Im Herbst 2015 kam es zur Bildung einer Einkaufsgemeinschaft mit einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung des Landkreises Gießen und der Kommunen Gedern, Nidda und Butzbach. Im Juli des darauffolgenden Jahres wurde der Auftrag an die Firma Magirus in Ulm vergeben. Im November folgte eine „Rohbaubesprechung“ beim Hersteller. Anfang Juni dieses Jahres traf das Fahrgestell der Firma MAN bei Magirus ein. Nach einer Zwischenabnahme der Drehleiter in Ulm im Oktober, folgte die Endabnahme Mitte November.

Anfang Dezember absolvierten fünf Feuerwehrleute von der Kernstadtwehr eine Einweisung auf dem Fahrzeug im Herstellerwerk. Am Mittwoch nun holten Tiedemann und Stefan Sohn von der Kernstadtwehr das Fahrzeug in Ulm ab.

In den nächsten Wochen erfolgt die technische und taktische Einweisung der Drehleitermaschinisten, so dass die neue Drehleiter im ersten Quartal in den Einsatzdienst gehen kann. Im Anschluss erfolgt der Verkauf der alten DLK über die Plattform www.zoll-auktion.de zum Höchstpreis, wie Tiedemann erläuterte.

Eckdaten:

Fahrgestell MAN TGM 15.290

Gewicht: 15,5t

PS: 290

Leiter der Firma Magirus Typ M32L-AS

Länge der Leiter 32 Meter inklusive 4,7 Meter Gelenkarm – somit Rettungshöhe von 23 Meter bei zwölf Meter Abstand zum Objekt

Rettungskorb Typ RC400-C „Compact“ an der Leiterspitze für vier Personen / maximale Belastung 400 Kilo

Kaufpreis inklusive Beladung circa 590 000 Euro brutto

Ersetzt wird dadurch eine DLK 23-12 der Firma Metz auf Mercedes Benz Fahrgestell aus dem Baujahr 1991

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