„Neue kulturelle Mitte“ für Gambach

Zahlreiche Titel auswendig gesungen
14. November 2018
Am besten hilft der Elektrozaun
15. November 2018

„Neue kulturelle Mitte“ für Gambach

GAMBACH. Das Bürgerhaus Gambach ist stark sanierungsbedürftig. Bislang wurden die Kosten unter anderem für die energetische Sanierung auf 4,1 Millionen Euro geschätzt. SPD und CDU wollen für einen Neubau Nägel mit Köpfen machen. Planungskosten sollen schon im nächsten Haushalt stehen.

Anträge SPD- und CDU-Fraktion für Bürgerhaus-Neubau / Mindestens 4,1 Millionen Euro Sanierungskosten

GAMBACH (pm/thg). Die Fraktionen von SPD und CDU im Münzenberger Stadtparlament forcieren mit gemeinsamen Anträgen die Errichtung einer neuen „kulturellen Mitte“ im Stadtteil Gambach. So wollen sie mit ihren Anträgen für die Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Montag, 19. November, 20.00 Uhr im Kulturhaus Trais-Münzenberg den Magistrat damit beauftragen, mit der Planung eines neuen Bürgerhauses Gambach zu beginnen.

Das Bürgerhaus ist sanierungsbedürftig. Wie Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer auf BZ-Anfrage sagte, liegen die bislang für das 40 Jahre alte Bürgerhaus bezifferbaren Sanierungskosten bei 4,1 Millionen Euro. Diese Auskunft hatte sie bereits in der Parlamentssitzung Anfang Oktober gegeben. Hauptsächlich geht es um die energetische Sanierung, unter anderem bezogen auf Wände, Keller und Dach des Gebäudes, das zudem statisch nicht weiter belastbar sei. Zudem kämen andere Bereich hinzu. So seien bei der Errichtung Baumaterialien verwendet worden, etwa für die Bodenabdichtung, die schadstoffbelastet seien. Insofern kämen auch noch Entsorgungskosten hinzu, ein Schadstoff-Gutachten müsse eingeholt werden. Tammer stellte aber auch klar, dass das Bürgerhaus nutzbar ist, eine Gesundheitsgefahr bei der Nutzung gehe von den Materialien nicht aus. 

„Die bisher geschätzte Höhe der Sanierungskosten zeigt, dass der Neubau eines Bürgerhauses im Stadtteil Gambach die bessere Lösung gegenüber einer Sanierung sein wird. Weiterhin entspricht das jetzige Bürgerhaus nicht mehr den Anforderungen, die heute an ein Bürgerhaus in technischer, energetischer und barrierefreier Nutzung gestellt werden“, schreiben SPD und CDU in einer gemeinsamen Pressemitteilung zu den Anträgen. „Vorgeschlagen wird ein Gebäude incl. Gastronomie zur Nutzung für Vereine, private Feiern, Tagungen und Sitzungen.“

Zusätzlich sollten Räume für die Unterbringung der Stadtverwaltung eingeplant werden, da der aktuelle Standort der Verwaltung im Gebäude in der Hauptstraße 22 äußerst beengt sei. „Die Aufgaben der Verwaltung nehmen stetig zu. Durch die Integration der Verwaltung in das neue Bürgerhaus in Gambach werden diese räumlichen Missstände beseitigt“, so die Erläuterung von SPD und CDU. 

Dass das Bürgerhaus nicht mehr zeitgemäß und auch nicht barrierefrei sei, ebensowenig wie die Stadtverwaltung, bestätigte Tammer. Der Gedanke, Verwaltung und Bürgerhaus zusammenzulegen sei eine Überlegung. Aufgrund der Sanierungskosten sei der Neubau „in vielen Köpfen schon unterwegs“, so die Bürgermeisterin, zumal nach der Information über die bislang von Fachleuten ermittelten Sanierungskosten. „Aber so weit ist es noch nicht.“ Sie glaube nicht, dass solch ein Vorhaben innerhalb der nächsten vier Jahre umgesetzt werden könne. 

Die erforderlichen Haushaltsmittel für die vorbereitenden Planungskosten sollen bereits in den Haushalt 2019 eingestellt werden, beantragen SPD und CDU. Das sei sinnvoll, ob Beschlüsse darüber hinaus sinnvoll, seien, sei fraglich, so die Bürgermeisterin. Gelände für einen Neubau befinde sich beispielsweise am Bürgerhaus. Dort befänden sich die Flächen im Eigentum der Stadt. 

Foto: BZ

Foto: BZ

Foto: BZ

Es können keine Kommentare abgegeben werden.