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Neuer Verein will Trauernde begleiten

In der Wetterau soll „Das helle Haus“ Ansprechpartner sein / 18 Menschen arbeiten an Vorbereitung mit

WETTERAUKREIS (pm). Am Sonntag fand ein erstes Treffen, das die Gründung eines gemeinnützigen Vereins zur Schaffung einer Herberge für traueronde Menschen zum Ziel hat, in den Räumen von Lebensfluss Begleitung in Friedberg statt. 18 Menschen nahmen daran teil.

Menschen nach dem Tod eines Angehörigen zu unterstützen, haben sich Melanie Schürer aus Schwalmtal und Silke Szymura-Laux aus Bad Nauheim vorgenommen. Um die Lücke zwischen ambulanter Trauerbegleitung und dem Angebot von Reha- und psychosomatischen Kliniken zu schließen, wollen die beiden eine Art Herberge für trauernde Menschen schaffen: „Das Helle Haus“. 

„Wir verstehen uns als eine Art „umgekehrtes Hospiz“. Während im Hospiz die Sterbenden in den Tod begleitet werden, wollen wir im „Hellen Haus“ die Überlebenden zurück ins Leben begleiten“, so die beiden Initiatorinnen. Es soll ein Ort sein, an den Trauernde kommen und so lange bleiben können wie es nötig ist – einige Tage bis hin zu Wochen oder Monaten; ein Ort, an dem sie mit allen Gefühlen, Fragen und Gedanken angenommen sind, und das in einer kleinen Gemeinschaft auf Zeit, begleitet und betreut von erfahrenen Trauerbegleitern vor Ort. 

Es ist eine große Aufgabe, die Szymura-Laux und Schürer sich vorgenommen haben. Um Mitstreiter für ihr Projekt zu begeistern, luden die beiden zum ersten Informations-Treffen ein. Unter den Teilnehmern waren sowohl Menschen, die beruflich Angehörige in der Zeit nach dem Tod begleiten als auch Trauernde, die erst kürzlich einen nahestehenden Menschen verloren haben. 

Gemeinsam wurde beschlossen, einen gemeinnützigen Verein zur Umsetzung der Idee einer „Herberge für Trauernde“ zu gründen. 13 Gründungsmitglieder stehen bereits fest. Eine Arbeitsgemeinschaft aus vier Menschen wird in den kommenden Wochen die Satzung ausarbeiten. 

Noch offen ist der konkrete Ort, an dem das „Helle Haus“ entstehen soll. Außerdem werden auf dem Weg dorthin weitere Menschen benötigt, die das Projekt unterstützen. Interessierte können sich an Szymura-Laux und Schürer wenden.

„Bisher gibt es einen solchen Ort, wie wir ihn uns vorstellen, in Deutschland nicht. Gleichzeitig ist der Bedarf an Angeboten wie diesem hoch. Trauernde Menschen landen in Ermangelung einer Alternative häufig in Kliniken, die jedoch in vielen Fällen nicht oder nur bedingt ihren Bedürfnissen entsprechen“, so Szymura-Laux, die seit vielen Jahren als Trauerbegleiterin, Bestatterin und Trauerrednerin Menschen in dieser Zeit begleitet. 

Kontaktaufnahme ist möglich per E-Mail an dashellehaus@lebensfluss-begleitung.de, Tel. 06031/9647253.

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