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Neues Gerätehaus am Ortsrand

BUTZBACH. Das bestehende Feuerwehrgerätehaus in Griedel am früheren Standort der Synagoge (von 1869 bis 1938) wird durch einen Neubau an der Weiherstraße ersetzt. Der Bauausschuss der Stadtverordnetenversammlung befürwortet das Projekt.

Bauausschuss stimmt für Feuerwehr-Neubau an der Griedeler Weiherstraße für 1,3 Millionen Euro

BUTZBACH (thg). Auf 1,3 Millionen Euro belaufen sich schätzungsweise die Kosten für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Griedel. Der Neubau in der Weiherstraße war Thema der Bauausschusssitzung am Dienstag im Bürgerhaus Butzbach. Dem Bauvorhaben stimmte der Ausschuss einmütig zu. 

Symbolisch gab Alexander Kartmann, Geschäftsführer der Butzbacher Wohnungsgesellschaft, die den Bau mit Can Sinemli von der städtischen Gebäudewirtschaft und Feuerwehr-Vertretern vorbereitet, den „11.11.2021“ als Fertigstellungsdatum an. Denn bis zu diesem Zeitpunkt, dem Beginn der Fastnachts-Kampagne, sollen die Feuerwehrfahrzeuge aus dem Griedeler Dorftreff weichen und damit den Narren wieder die Oberhand lassen. Zwar sei ein Baubeginn zügig in diesem Jahr gewünscht, aber die Gesellschaft betrete Neuland. Eine Hallen-Konstruktion soll errichtet werden, weil es in der Ortsrandlage gegenüber eines Möbelhauses städtebaulich möglich sei, sagte Bürgermeister Michael Merle. Kartmann ergänzte, dass die Ausführung als Halle nach bisherigen Schätzungen nicht wesentlich preiswerter sei als ein Massivbau. Wichtig sei eine gute Vorplanung. Wenn dann die Hallenteile bestellt würden, könne recht zügig der Baubeginn folgen. Am Standort könne vermutlich sogar losgelöst vom Bebauungsplanverfahren „Südlich der Hochstraße“ mit dem Projekt begonnen werden. Die Erschließung erfolge über die Weiherstraße. 

20 mal 15 Meter beträgt das Innenmaß des Neubaus. Neben Fahrzeughalle mit Werkstatt und unter anderem Sanitärräumen im Untergeschoss gibt es auch Obergeschoss-Räume, allerdings nicht über dem Fahrzeug-Bereich. Das Raumprogramm wurde mit der Feuerwehr abgesprochen und den Normen entsprechend vorgesehen. Die Trennwand zur Fahrzeughalle wird voraussichtlich gemauert – aus Sicherheitsgründen. Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Pultdach könne für geringe Mehrkosten „aufgeständert“ werden. 

Das bestehende Griedeler Feuerwehrhaus weist Mängel auf, unter anderem ist es zu klein für das bereits angeschaffte Fahrzeug. Geschlechtergetrennte Umkleide- und Sanitärräume sind nicht vorhanden. Zudem besteht in der Fahrzeughalle ein Feuchtigkeitsproblem. Die Griedeler Feuerwehr hat 25 Aktive in der Einsatzabteilung. Sie wird auch für Teilbereiche der Kernstadt als Wehr hinzugezogen. 

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