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Noch Jahre bis zum neuen Bahnhof

Vertrag Butzbacher Stadtverordnete bringen Abriss des Parkdecks Weinstraße unter Dach und Fach …

BUTZBACH (thg). Gegen die Stimmen von UWG und FDP billigten die Kooperationspartner SPD, CDU und Grüne in der Butzbacher Stadtverordnetenversammlung die Abbruchvereinbarung mit dem Projektentwickler für die Wohnbebauung am Butzbacher Bahnhof. Gegenstand der Vereinbarung ist das Parkdeck Weinstraße. Seit etwa sechs Jahren steht der marode Bau leer. Nun soll er für die nunmehr modifizierten Baupläne weichen.

Die UWG-Fraktion wies im Wesentlichen auf ihre frühere Verlautbarung zur Ablehnung hin, unter anderem weil die Bahnhof-Problematik nicht mehr innerhalb des Bebauungskonzepts gelöst werde (die BZ berichtete). Dem Ursprungs-Projekt mit dem Einkaufszentrum hatte die UWG noch zugestimmt, wie Fraktionsvorsitzende Gudrun Reineck erinnerte. Doch auch das Pendler-Problem werde nicht gelöst.

FDP-Fraktionsvorsitzender Oliver Löhr wies darauf hin, dass seine Fraktion das gesamte Projekt ablehnt, daher auch den Vertrag. Wohnbebauung zu errichten, sei der einfachste und unkreativste Weg. Daher plädierte der Liberale für einen Ideenwettbewerb. Und auch dann werde sich ein Investor finden, der bereit sei, das Parkhaus abzureißen.

Löhr hielt zudem SPD-Fraktionsvorsitzender Vera Dick-Wenzel vor, dass ihre Fraktion das Projekt „Einkaufen am Bahnhof“ in der vergangenen Legislaturperiode befürwortet habe. Sie hatte zuvor gesagt, froh zu sein, dass auf dem Gelände keine Gewerberuine entstanden ist. „Wir haben davor gewarnt, dass dort eine Gewerberuine entstehe“, unterstrich Löhr. Dick-Wenzel hatte gesagt, dass sie nicht wisse, warum die Limes-Galerie so schlecht dastehe, wenn an den Bahnhof Gewerbe gehören solle. „Wenn wir uns heute nicht für das Wohnen dort entscheiden, dann können die Menschen in 15 Jahren ihre Miete nicht mehr bezahlen.“ Löhr führte aber an, dass dort Quadratmeter-Mietpreise von 9,50 Euro geplant seien.

Dass die Union grundsätzlich für die Gewerbenutzung gewesen sei, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Euler. „Das wäre eine Weiterentwicklung gewesen.“ An die Kritiker an der Vereinbarung gerichtet sagte er, dass diese schon lange hätten sagen können, dass das Parkhaus saniert werden sollte. Dieter Schott (FDP) sprach von 110 Stellplätzen in Bahnhofs-Nähe, die verschwinden würden. Euler ging auch kritisch auf die UWG-Äußerungen zu Pendler-Staus ein. Er sagte ferner, dass ein Bahnhofsbau mit dem Investor nicht möglich sei. So werde es noch Jahre dauern, bis Butzbach wieder einen Bahnhof habe. Die Prioritäten seien andere und die finanziellen Mittel zu berücksichtigen.

Wie Euler unterstrich auch Grünen-Fraktionsvorsitzende Jutta Schneider, dass es sich beim Projekt um eine Innenentwicklung in der Stadt handele. Auch hätten die Grünen vor Jahren schon gesagt, es solle über Wohnraum an dieser Stelle nachgedacht werden. „Wir sind froh, dass die Pläne geändert wurden.“

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