„Optimale Rahmenbedingungen“

Lob für jungen Feuerwehrausschuss
9. Februar 2018
Gesangverein „Harmonie“ blickt auf abwechslungsreiches Jahr zurück
9. Februar 2018

„Optimale Rahmenbedingungen“

Foto: schnelzer

Stephanie Becker-Bösch informiert sich über Arbeit des „Integration Point Wetterau“

Wetteraukreis (pdw). Das Team des Integration Point Wetterau (IPW) besteht aus Walid Kahlon, Mohammad Luqman und Helena Meibaum. Seit April vorigen Jahres sind sie erste Anlaufstelle und individuelle Berater, um mit eigens zugeschnittenen Hilfen Menschen den Start in ihrer neuen Heimat zu erleichtern. Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch informierte sich über die Ergebnisse der ersten Monate.

Die Mitarbeiter stellten sich bei allen Bildungsträgern, Sozialarbeitern und Netzwerken vor. Mit den Beratungsgesprächen und der Erstellung des individuellen Profils der geflohenen Menschen begannen sie im Juni. Seitdem wurden bereits mit 300 Kunden Erstgespräche geführt, weitere Beratungstermine werden nach Bedarf vereinbart. Ziel ist die individuelle und bedarfsorientierte Vermittlung, sowie eine berufliche und allgemeine Integration in Deutschland.

„Die Ergebnisse der ersten sieben Monate können sich sehen lassen. Mehr als 200 Vermittlungen zu anderen Behörden, Universitäten und verschiedenen Beratungsstellen haben stattgefunden und 85 Personen wurden in Integrationskurse vermittelt“, so Becker-Bösch. „Eine Auswahl an Fallbeispielen verdeutlicht anschaulich, dass der Integration Point Wetterau sich auf die jeweilige individuelle Situation einstellt und passgenaue Hilfen und Unterstützung vermittelt.“

Ein Kunde hatte mehrfach einen Antrag zum Integrationskurs gestellt, der jedes Mal abgelehnt wurde. Durch den IPW ist nun eine Teilnahme möglich.

Durch eine einmalige Bezuschussung durch den IPW konnten vier Kunden an der Goethe-Universität Frankfurt einen Sprachkurs für Akademiker starten.

Ein fast 16-jähriger sollte von der Schule abgehen, da er nach einem Jahr Schulbesuch noch immer kein Wort Deutsch konnte. Durch den Einsatz des IPW in Zusammenarbeit mit dem Schulamt konnte der Schüler nun in eine Inte-A-Klasse wechseln, in der ein intensiver Sprachkurs zur Förderung von neuzugewanderten Schülern angeboten wird.

Ein Kunde wurde in ein Praktikumsverhältnis als Karosseriebauer gebracht, aus dem heraus er dieses Jahr eine Ausbildung beginnen wird.

Einem Kunden wurden Adressen für Bewerbungen vermittelt. Aufgrund dieser Vermittlung wurde der Kunde in ein Vertragsverhältnis bei einem großen Paketdienstleister übernommen.

Becker-Bösch sieht ihre Erwartungen bestätigt: „Integration gelingt dann, wenn optimale Bedingungen geschaffen werden und diese dann auch beherzt genutzt werden.“

Es können keine Kommentare abgegeben werden.