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„Orte für Begegnungen schaffen“

Stadtteilbeirat Kinder- und Familienzentrum im Degerfeld / Wohnmobil-Plätze am Vicus Romanus

BUTZBACH (dt). In den Mittelpunkt der Frage zur Wohnumfeld-Gestaltung rückte in der Sitzung des Degerfeld-Stadtteilbeirats am Dienstag  die geplante, zentrale Anlage des „Alleenweges“, der – wie Vorsitzender Michael Schröter es formulierte – eine „Hauptschlagader“ sein werde für die Anbindung an das umliegende Degerfeld. Die „Möblierung“ im Wohnumfeld und Maßnahmen des „Urban Gardenings“ waren weitere Themen, wobei Mitglieder des Beirats demnächst vor Ort in Offenbach gelungene Anlagen besichtigen werden.  

Ausdrücklich dankte Schröter im Weiteren der Verwaltung, dass der Missstand am Übergang des Panoramawegs – durch Anbringung eines gesicherten Überganges mit Geländer – mittlerweile behoben sei. In der Frage des Mensaumbaues zu einem Kinder- und Familienzentrum informierte der Vorsitzende detailliert über den aktuellen Planungsstand und sprach sich gegen eine mobile Lösung bei der notwendigen Schaffung einer Bühne aus. „Wir betreiben Integrationsarbeit mit hohem Aufwand. Dazu müssen wir Orte und Plätze schaffen, an denen sich die Menschen aus 53 Nationen begegnen können. Über die Kinder müssen wir die Eltern in den Integrationsprozess einbeziehen“, betonte Michael Schröter. Beiratsmitglied Uwe Jung unterstrich, dass man Infrastrukturmaßnahmen im  Degerfeld nicht isoliert sehen dürfe, da das Degerfeld zur Kernstadt gehöre und somit alles, was dort entstehe auch der Kernstadt diene. 

Schröter erläuterte im Anschluss anhand eines Lageplanes den Komplex Vicus Romanus/Paul-Ehrlich-Weg/geplanter Wohnmobilstellplatz. Stadtrat Norbert Gonter, der gemeinsam mit dem FDP-Stadtverordneten Dr. Bindhardt an der Sitzung teilnahm, forderte, dass der Vicus Romanus deutlich mehr als ein Spielplatz  werden und „touristisch und kulturell begleitet“ werden müsse. Schröter ergänzte, dass es darum gehe, Geschichte spielerisch begreifbar zu machen. Dazu müsse man auch das Museum und mithilfe von „Aktionsflächen“ die Schulen einbeziehen. Wenn dieses „Leuchtturmprojekt“ nicht realisiert werde, würde ansonsten „eine ungenutzte brachliegende Weide“ zurückbleiben, da das Gelände anderweitig nicht genutzt werden könne. Beiratsmitglied Rüdiger Angelstein sah im Vicus Romanus „eine Bereicherung für Stadt und Region“. 

Schröter legte ein Plankonzept vor, nach dem zwischen dem derzeit genutzten Bolz- und Basketplatz und dem Vicus Romanus entlang dem Paul-Ehrlich-Weg (offiziell: „Paul-Ehrlich-Straße“) ein Wohnmobilstellplatz mit Wasser- und Stromanschluss geschaffen werden könne. Dazu gab es im Stadtteilbeirat eine breite Diskussion mit unterschiedliche Meinungen pro und contra, wobei das Pro am Ende überwog.     

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