Ovag-Vorstand in der Seifenblase, Bad Nauheimer Bürgermeister jongliert

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Ovag-Vorstand in der Seifenblase, Bad Nauheimer Bürgermeister jongliert

BAD NAUHEIM. Auf einem runden Tisch zeigt das Duo Royer & Emelie auf Rollschuhen waghalsige Figuren in atemberaubendem Tempo. Zu einer kleinen Kostprobe eingeladen, wagte sich BZ-Mitarbeiterin Annette Windus in die Mitte der beiden Artisten.

Journalisten „trainieren“ mit Artisten des Internationalen Ovag-Varietés auf der Bühne des Hotels Dolce

BADNAUHEIM (win). Das Internationale Ovag-Varieté präsentiert zurzeit im Hotel Dolce in Bad Nauheim in seiner 19. Auflage die weltbesten Artistinnen und Artisten. Am Donnerstag begrüßte Ovag-Pressesprecher Andreas Matlé zahlreiche lokale Medienvertreter zum sogenannten „Pressetraining“. Es bot sich die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und auf der Bühne die noch verborgenen, eigenen artistischen Talente zu entdecken. Auch Ovag-Vorstand Joachim Arnold und Bad Nauheims Bürgermeister Klaus Kreß waren wieder dabei.
Vermeintlich leicht ging es los mit „ein bisschen Schwerkraft“. Im Halbkreis um die Profis der mongolischen Troupe Khadgaa geschart, versuchten sich die Nachwuchsartisten Arnold und Kreß in der Kunst der Kraftakrobatik. Die Artisten um Khadgaa-Chefin Khulan Zandmaa, kurz Kati genannt, zeigen eine einzigartige Mischung aus kraftstrotzenden Übungen, ästhetischen Sprüngen und Verbiegungen. Kurz gesagt: Spitzenakrobatik. Dazu begleitet die Khadgaas ein Sänger mit mongolischem Kehlkopfgesang und spielt dabei auf einer mongolischen Pferdekopfgeige.
Das schwedisch-amerikanische Duo Royer & Emelie sind die Senkrechtstarter der Artistenszene. Auf einem runden Tisch zeigen sie auf Rollschuhen waghalsige Figuren in atemberaubendem Tempo. Zu einer Kostprobe eingeladen, wagte sich BZ-Mitarbeiterin Annette Windus in die Mitte der beiden Artisten. Rechts und links an den Armen und in den Kniekehlen untergehakt, bewegten sich Royer und Emelie mit der Journalistin auf dem Tisch minutenlang in immer schnellerem Tempo und in Wellen. „Es war eine einmalige Erfahrung“, war Windus begeistert, hatte danach aber erst einmal einen Drehwurm. Das passiert den beiden Artisten natürlich nicht. Um Schwindel zu vermeiden, fixieren sie sich während des Drehens jeweils auf das Gesicht des anderen, verriet Emelie.
Aus Kassel kommt der Modellflugpilot Daniel Golla, der sein einstiges Hobby sehr erfolgreich zum Beruf gemacht hat. Mit seinem nur 150 Gramm leichten „Shockflyer“ führte er eindrucksvoll vor, wie man Schwerkraft und Aerodynamik außer Kraft setzt. Im Senkrechtflug ließ er den Flieger durch einen Hula-Hoop-Reifen schweben, den Arnold in die Höhe hielt. Die Kunst der Selbstgespräche beherrscht wie kein anderer der in Frankreich geborene Marc Métral. Der Bauchredner ist seit Jahren einer der Stars im „Moulin Rouge“. Er demonstrierte dem Publikum, wie man ein gewöhnliches weißes Tuch in einen Hund verwandelt, mit dem man sich bestens unterhalten kann.
„Ist ja alles kein Ding“, denkt man sich, wenn man Artisten leichtfüßig mit ein paar Bällen auf der Bühne jonglieren sieht. Wer aber schon einmal versucht hat, zwei bis drei Bälle kreisen zu lassen, der weiß, dass die Gesetze der Schwerkraft einen schnell ausbremsen. Mit deutlich mehr Bällen ist die Italienerin Selyna Bogino zugange. Die Meisterin der Fußjonglage hält auf dem Rücken liegend gleichzeitig fünf Basketbälle in Bewegung und zirkelt sie anschließend in den bereitgehaltenen Basketballkorb. All das setzt Koordination, Konzentration, Körperbeherrschung, Rhythmusgefühl und intensives, jahrelanges Training voraus.
Die Ukrainerin Kateryna Nikiforova hat sich auf die Jonglage mit kleinen Silikon-Bällen spezialisiert, die sie in einer speziellen Gerätschaft aus Plexiglas in atemberaubender Geschwindigkeit jongliert. Beim Selbstversuch des Publikums stellte sich heraus, dass diese Art der Jonglage neben sehr viel Präzision auch sehr viel Konzentration erfordert. Bürgermeister Kreß und Vorstand Arnold schlugen sich tapfer und erhielten reichlich Applaus von der schreibenden Zunft.
Wer kennt nicht den Spruch, dass manch ein Traum zerplatzt wie eine Seifenblase? Bei Silvia Gaffurini ist es genau umgekehrt. Ihre Seifenblasen sind ein Traum und ziehen das Publikum – ob groß oder klein – magisch in ihren Bann. Anmutig lässt sie die bezaubernden Gebilde durch die Luft tanzen, sich in bunten Farben vereinen oder Rauchwolken aus ihnen steigen. Es war faszinierend zu beobachten, wie die Künstlerin Ovag-Vorstand Arnold in eine riesige Seifenblase einhüllte.
Noch bis zum 5. Februar stellen die 45 Artisten aus 16 Ländern ihr Können zur Schau. Die Besucher werden absolute Ausnahmekünstler, internationale Preisträger und hoffnungsvolle Nachwuchstalente in den Shows bewundern können.

 

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