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Papst gratuliert zum 100. Geburtstag

In Ober-Mörlen geborene Schwester Maria Asteria feiert in Aschaffenburg

Ober-Mörlen/Aschaffenburg (pm). Als Eva König ist sie am 27. Januar 1918 in der Schustergasse in Ober-Mörlen zur Welt gekommen. Prägend für ihr späteres Leben war die Zeit im Kindergarten, der von den Schwestern der Göttlichen Vorsehung geleitet wurde. Sie besuchte die St.-Lioba-Schule in Bad Nauheim, zu der sie mit ihren Klassenkameradinnen täglich mehrere Kilometer zurücklegte, erlangte dort die Mittlere Reife und ließ sich in Mainz zur Erzieherin ausbilden.

Eva König trat in den Orden der Schwestern der göttlichen Vorsehung ein und ging in dessen Kloster in Mainz. Die Ausbildung zur Kinderkrankenschwester absolvierte Schwester Maria Asteria in Freiburg und Mainz. Nach dem Krieg arbeitete sie wieder als Erzieherin. Viele Wirkungsstätten folgten, unter anderem in Bad Homburg, Offenbach, Oberursel, Aschaffenburg und Steinheim und seit 1992 im Kloster Clemensheim in Aschaffenburg. „Von der Kindergärtnerin habe ich mich zur Blumengärtnerin gewandelt“, sagte sie jetzt an ihrem 100. Geburtstag.

Mit einem Dankgottesdienst begann am Samstag in Aschaffenburg die Geburtstagsfeier. Vier Pfarrer gaben ihr die Ehre, auch Ryszard Strojek aus Ober-Mörlen. Aschaffenburgs Oberbürgermeister gratulierte ebenfalls. Rund 20 Neffen und Nichten waren zum Gottesdienst gekommen, außerdem eine große Anzahl ihrer Mitschwestern. Aus der Pfarrgruppe Mörlen reisten die Usatal-Musikanten und Organistin Agnes Margraf an, um zur musikalischen Gestaltung des Ehrentages beizutragen.

Frisch und voller Freude nahm die Jubilarin beim Sektempfang Geschenke und Glückwünsche entgegen. Eine große Überraschung überbrachte ein Bote aus Rom. Auf Pergament kunstvoll gestaltet traf eine schriftliche Botschaft des Papstes ein mit dem Wortlaut: „Der Heilige Vater Franziskus erteilt Sr. Maria Asteria König anlässlich ihres 100. Geburtstages von Herzen den Apostolischen Segen und erbittet die Fülle der göttlichen Gnaden.“ „Da können wir nicht mithalten“, bemerkte lachend der Dekan, der als nächster gratulierte.

Bei Festmahl und Kaffeetafel unterhielten sich Schwester Maria Asteria und ihre Gäste prächtig über Gott und die Welt, alte und neue Familiengeschichten. Mit einem selbst gereimten Liedbeitrag von Mitschwester Miriam fand ein schöner Tag seinen Ausklang: „Gott, schenk Dir noch viel schöne Jahre, Asteria, du Phänomen, dass wir lange dich bei uns haben und täglich in unserem Garten sehn.“

Foto: Hausmanns

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