Fahrzeug wurde Raub der Flammen 
14. Dezember 2017
„Herumirren“ durch Weidigschule hat ein Ende
14. Dezember 2017

Parallelstrukturen sollen wegfallen

Rolle der Gesellschaften soll in Butzbach noch stärker ausgebaut werden

BUTZBACH (thg). Die letzte Sitzung des Jahres der Stadtverordnetenversammlung Butzbach beginnt am Montag, 18. Dezember, um 18.30 Uhr im Bürgerhaus Butzbach. Neben dem Nachtragshaushalt stehen unter anderem Ehrungen,die Müllgebühren und die finanzielle Förderung der Musikschule Butzbach auf der Tagesordnung. Zudem geht es um die Übernahme von Anteilen an der Butzbacher Wohnungsgesellschaft (BWG) durch die Energie und Versorgung Butzbach (EVB) anstelle der Stadt.

In einem Pressegespräch unterstrich Bürgermeister Michael Merle zusammen mit den Geschäftsführern der Gesellschaften Alexander Kartmann (BWG) und Michael Weiß (EVB) die Bedeutung der weiteren Ausformung eines Unternehmens Stadt Butzbach, in dem sich die Verwaltung und die beiden städtischen Gesellschaften ergänzen. Dadurch sei es unter anderem möglich, die Wertschöpfung innerhalb des Konstrukts zu behalten. „Wir sind mitten in einem Prozess“, sagte Merle.

„Es geht darum, Parallelstrukturen abzubauen“, sagte der Bürgermeister. Unter anderem nannte er als Beispiel, dass die Stadt kein komplett eigenes „Facility Management“ für die Hausmeister- und darüber hinaus gehenden Tätigkeiten vorhalte. Der wirtschaftliche Dienstleister sei die EVB. Hinsichtlich der Planungsleistungen und für den direkten Hausmeister-Bereich greife die Stadt auf die BWG zurück. Damit verbessert sich neben dem wirtschaftlichen Aspekt auch der Service für den Nutzer. Wenn etwa während einer Veranstaltung in einer städtischen Halle eine technische Dienstleistung notwendig ist, weil die Heizung ausgefallen ist, könne die EVB schnell reagieren.

Wenn die BWG Bauvorhaben plant, soll zukünftig die EVB mit ihrem Fachgebiet Heizung einbezogen werden. Auch hinsichtlich der elektrischen Anlagen ist sie Partner. Das Arbeiten Hand in Hand habe sich bereits als positiv erwiesen bei den Feuerwehrgerätehäusern mit der Elektroprüfung durch die EVB und die baulichen Dienstleistungen der BWG.

Die früheren Stadtwerke übernehmen auch Aufgaben hinsichtlich der Infrastruktur. Schon seit 1996 investieren sie in den Abwasserbereich. Das Engagement wie beim Leitungsbau in der früheren Housing Area soll nun noch weitergeführt werden zu einer „Infrastruktur aus einer Hand“, indem die EVB auch in den Straßenbau einbezogen wird. Sie soll in die Investition und in die Abwicklung des Sanierungsstaus als Dienstleister für die Stadt einsteigen, zumal in der Verwaltung Personal auf diesem Sektor abgebaut wurde.

Wichtiger Grund für die zunehmende Verzahnung im Konzern Stadt sind die Finanzen. Im Zuge des Konsolidierungskurses wurde die Stadtverwaltung „schlanker“, verlassene Stellen wurden nicht wieder besetzt. Das mache sich in der Kernverwaltung bemerkbar.

Nicht zuletzt betonte Merle den „wichtigen Anteil, den die städtischen Gesellschaften an der Stadt-
entwicklung“ haben. Viele Mosaiksteine fügten sich zusammen. Das angestrebte Klimaschutzkonzept als Baustein der Energiewende gehöre dazu. Baulich und in energetischer Hinsicht werde ein Beitrag geleistet unter anderem bei der Sanierung von Gebäuden, die unter anderem im Nachtragshaushalt für das laufende Jahr vorgesehen ist. Ferner kündigte Merle an, dass die Bestandsaufnahme zum Thema Verkehr inzwischen vorliege. Mit dieser würden sich die städtischen Gremien im kommenden Jahr beschäftigen.

Es können keine Kommentare abgegeben werden.