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Pfarrer Gottfried Bell feiert heute in Oppershofen 90. Geburtstag

OPPERSHOFEN. Pfarrer im Ruhestand Gottfried Bell wird heute 90 Jahre alt. Das Foto zeigt ihn vor dem Hochaltar der Kirche St. Laurentius Oppershofen. Foto: fiolka

Priesterweihe im Jahr 1958 / Nach Ruhestand im Jahr 2001 Rückkehr in seine Heimat mit vielen Vertretungen

OPPERSHOFEN (fio). Pfarrer in Ruhe Gottfried Bell aus Oppershofen feiert am heutigen Donnerstag bei guter Gesundheit seinen 90. Geburtstag. Am 31. März 1932 wurde er als zweites von vier Kindern des Zimmermanns August Bell und seiner Ehefrau Anna, geborene Witzenberger, in Oppershofen geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in Oppershofen ging er in das Ernst-Ludwig-Gymnasium in Bad Nauheim. Dort erlangte er 1953 das Abitur. Der Wunsch, Priester zu werden, war in dem jungen Gottfried zu diesem Zeitpunkt bereits gereift. So trat er alsbald ins Mainzer Priesterseminar ein und studierte Philosophie und Theologie. Am 27. Juli 1958 wurde er von Bischof Dr. Albert Stohr im Hohen Dom zu Mainz zum Priester geweiht. Seit dem Jahr 1862 war er somit der 13. Priester, der aus Oppershofen hervorging. 

OPPERSHOFEN. Das Foto zeigt Gottfried Bell (r.) an seiner Erstkommunion 1941 mit Kerzenträger Friedrich Bayer. Foto: fiolka

Seine Primiz, also sein erstes heiliges Messopfer feierte Bell am Sonntag, 3. August 1958, in seiner Heimatgemeinde Oppershofen. Nach einer kurzen Aushilfe in Alsfeld wurde er 1959 Kaplan in Heppenheim, 1962 in Alzey fünf Jahre als Religionslehrer. Danach wurde ihm die Seelsorge für die männliche Jugend der Diözese Mainz übertragen. 

Mit 41 Jahren wurde Bell 1973 zum Pfarrer von Lorsch ernannt, wurde nach Krankheitspause Pfarradministrator in Wies-Oppenheim vor den Toren von Worms und unterstützte den dortigen Pfarrer.

Nachdem Gottfried Bell 2001 in den Ruhestand versetzt wurde, zog es ihn wieder in seine Heimat. Er kehrte zurück in seinen Geburtsort Oppershofen und übernahm noch zahlreiche Aufgaben und unterstützte Ortspfarrer Eduard Scheld in vielen Bereichen. Er feierte Gottesdienste in der St. Laurentiuskirche, aber auch im benachbarten Pflegeheim Graubert und sogar bei schwerkranken Gemeindemitgliedern, die den beschwerlichen Weg zur Kirche nicht mehr schafften, in deren Zuhause. Doch auch die Pfarrer des Dekanats und darüber hinaus fragten gerne und regelmäßig bei ihm an, ob er nicht eine Vertretung übernehmen könnte. 

Auf seinen täglichen und ausgedehnten Spaziergängen durch die Gemarkung bewundert er nicht nur Gottes schöne Natur, sondern betreibt sogar hier noch Seelsorge, wenn er mit anderen Spaziergängern gute und angenehme Gespräche führt. Seine Herzlichkeit und Liebenswürdigkeit sind weithin bekannt, sein Wesen ist geprägt von tiefem und festem Glauben an seinen Schöpfer.Seine große Familie gibt ihm darüber hinaus Halt, in deren Kreis er seinen besonderen Geburtstag feiern kann. Große Freude bereitet ihm, dass ihm noch seine drei Geschwister zu seinem Wiegenfest gratulieren können. Am Sonntag, 3. April, um 16.30 Uhr, findet ihm zu Ehren ein Dankamt in seiner Heimat- und Taufkirche St. Laurentius in Oppershofen statt.

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