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Pfiffige Sopranistin schafft Spagat

BUTZBACH. Die Sopranistin Katja Bördner begeisterte mit ihrem wunderbaren Gesang und fulminanter Bühnenpräsenz in der Neujahrsmatinee mit dem Johann-Strauß-Orchester Frankfurt. Text + Fotos: win

NEUJAHRSMATINEE – Johann-Strauß-Orchester Frankfurt und Katja Bördner im Butzbacher Bürgerhaus

BUTZBACH (win). Unter dem Motto „Von allem etwas – von allem das Beste“ gastierte das Johann-Strauß-Orchester Frankfurt mit der Sopranistin Katja Bördner bei der traditionellen Neujahrsmatinee im ausverkauften Bürgerhaus. Liebhaber der leichten Muse durften sich wieder auf musikalische Highlights aus dem Reich der Operette und des Musicals freuen und so beschwingt das neue Jahr begrüßen. Christine Borchers-Fanslau übermittelte den Gästen im Namen des Magistrats die besten Wünsche für ein gesegnetes und friedliches neues Jahr. 

Unter der Leitung des Dirigenten Witolf Werner sorgte das Johann-Strauß-Orchester Frankfurt für einen konzertanten Hochgenuss. Der Orchesterleiter, Dr. Heinz Ecker, hatte wieder ein stimmungsvolles Programm zusammengestellt. Der Dirigent und Moderator des Johann-Strauß-Orchesters Frankfurt, Witolf Werner, Chef des Bühnenorchesters der Wiener Staatsoper und Leiter des Akademischen Symphonieorchesters Wien, präsentierte so manches Schmankerl. Zu hören waren Werke von Johann Strauß bis Emmerich Kálmán über Franz Lehár bis zu Paul Lincke und Robert Stolz, aber auch Kompositionen von Andrew Lloyd Webber, Leonard Bernstein und Leroy Anderson.

Los ging es mit der Ouvertüre aus „Die Fledermaus“ von Johann Strauß. Die Sopranistin Katja Bördner begleitete die Musiker als Solistin, brillierte mit „Ich bin verliebt“ aus „Clivia“ von Nico Dostal oder sang mit bezaubernder Leichtigkeit „Adieu, mein kleiner Gardeoffizier“ aus „Das Lied ist aus“ von Robert Stolz. Es folgte das Stück „Heja in den Bergen“ aus der „Csárdásfürstin“. Hierbei präsentierte sich Bördner nicht nur stimmlich als ausdrucksstarke Sopranistin, sondern sorgte für eine pfiffige musikalische Einlage, als sie – so steht’s in der Komposition – höchstpersönlich und gekonnt auf den Fingern pfiff. Walzerklänge erklangen beim „Gold und Silber Walzer“ von Franz Léhar. Sehr gelungen war auch das Medley aus der „Maske in blau“ des Komponisten Fred Raymond. Mit dem „Folies Bergère Marsch“ von Paul Lincke verabschiedete sich das Orchester in die Pause. 

Währenddessen hatte das Publikum Gelegenheit, bei einem Glas Sekt auf das neue Jahr anzustoßen. Zum kostenlosen Sektumtrunk eingeladen hatte das Rewe-Center Butzbach um Günter Fritsch, der mit seinem Team ebenfalls bei der Matinee anwesend war. 

Nach der kleinen Stärkung ging es beschwingt weiter mit der Ouvertüre aus „Frau Luna“ von Paul Lincke. Witolf Werner erwies sich nicht nur als hervorragender Dirigent, sondern auch als kenntnisreicher Moderator und führte mit kleinen Anekdoten humorvoll und charmant durchs Programm. Werner brachte mit seiner launigen Moderation das Publikum immer wieder zum Lachen. 

Viel Applaus und Bravorufe gab es für Katja Bördner, die nicht nur mit ihrer wunderbaren Stimme begeisterte, sondern mit ihrer charmant-koketten und zugleich humorvollen Art, ihrer offensichtlichen Freude am Gesang und ihrer herzerfrischenden Bühnenpräsenz besonderen Ausdruck verlieh. Während sie hingebungsvoll „I feel pretty“ aus Leonard Bernsteins „West Side Story“ sang, schäkerte sie mit dem Konzertmeister, küsste ihn auf die Stirn und hinterließ dabei deutlich sichtbare Spuren. 

Sei es mit „Cabaret“ aus dem gleichnamigen Musical von John Kandler oder „Don’t cry for me, Argentina“ aus Andrew Lloyd Webbers „Evita“: Die Künstlerin begeisterte durch ihre profunde Technik. Sie bescherte mit ihrer ausdrucksstarken, facettenreichen Stimme den Zuhörern magische Momente, bewies aber auch viel Charme und Bühnentemperament. So wirbelte sie am Ende über die Bühne, schwang gekonnt die Beine in die Höhe und endete formvollendet im Spagat. Der Applaus für diese Darbietung schien nicht enden zu wollen. 

Während es beim „Moon River“ aus „Breakfast at Tiffany’s“ von
Henry Mancini bei einem langsamen Walzer romantisch zuging, brachte das Orchester mit „Blue Tango“ von Leroy Anderson wohl einen der bekanntesten Tangos der Welt zu Gehör. Borchers-Fanslau dankte allen Mitorganisatoren, die im Hintergrund gewirkt und zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben, bevor sich das spielfreudige Orchester nach dem „River Kwai March“ unter großem Beifall des Publikums mit drei Zugaben und dem mitreißenden Radetzky-Marsch von Johann Strauss mit viel Glitzer und jeder Menge Seifenblasen bis zum nächsten Jahr verabschiedete. 

Das Publikum im ausverkauften Butzbacher Bürgerhaus erhob sich zum Applaus.

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