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Planung für Erlebnislandschaft „Vicus Romanus“ beschlossen

BUTZBACH. So sieht die Planung für das Erlebnisgelände Vicus Romanus im Butzbacher Degerfeld aus, das im Rahmen des Projekts „Soziale Stadt“ umgesetzt werden soll. Der Butzbacher Bauausschuss befürwortete die Planung. Grafik: Sandra Escher

Auf dem Weltkulturerbe Limes im Butzbacher Degerfeld entsteht Freizeitfläche zu römischer Geschichte

BUTZBACH (thg). Mit dem Beschluss des Butzbacher Haushalts stimmte die Mehrheit der Butzbacher Stadtverordnetenversammlung auch für die Umsetzung der Anlage „Vicus Romanus“ im Degerfeld. Das Projekt wird im Rahmen der „Sozialen Stadt“ gefördert. Die Baukosten belaufen sich auf voraussichtlich 1,63 Millionen Euro. Grundlage für diese Zahl ist der Entwurf für das Areal, den jüngst Bernd Schnabel von LS-Quadrat Landschaftsarchitekten im Butzbacher Bauausschuss vorstellte.
Gegenüber dem Vorentwurf gab es noch Veränderungen. Sie sind unter anderem mit Rücksicht auf die Ergebnisse der Schallschutzuntersuchung zum Bebauungsplan vorgenommen worden. Bereiche „mit erhöhten Lärmemissionen“ wurden verschoben, damit nunmehr keine Einschränkungen wie zum Beispiel die Errichtung von Lärmschutzwällen notwendig sind.
Unter anderem wurde der Sandspielbereich weiter weg von der Wohnbebauung vorgesehen. Auch das Labyrinth wurde verschoben. Das Gelände weist mehrere Meter Höhenunterschied auf. Aus diesem Grund besteht die Möglichkeit, eine abgestufte „Arena“ anzulegen. Sie soll mit Natursteinblöcken versehen werden. In der Mitte des Irrgartens soll ein kleiner Aussichtsturm Platz finden.
Spiel- und Sportmöglichkeiten sind vorgesehen. Angelehnt an römische Architektur soll ein Pavillon als Informationszentrum errichtet werden, dazu eine Pergola, an der Wein ranken könnte. An den Römern orientiert ist auch eine Bepflanzung in dem Bereich beispielsweise mit Kräutern vorgesehen. Wichtig für den Anspruch des Erlebnisses der römischen Geschichte sind entsprechende Informationstafeln auf dem Gelände.
Im Sandspielbereich soll auch unter pädagogischen Gesichtspunkten der Themenbereich Ausgrabungen aufgegriffen werden. In den Planungsprozess wurde die Archäologie immer mit einbezogen. Dafür wurde bereits eine archäologische Erkundung auf einer Fläche von circa 500 Quadratmeter absolviert, in einer weiteren Erkundung soll festgestellt werden, wie tief in den Boden eingegriffen werden darf. Das „Vicus“-Gelände liegt im Bereich des Weltkulturerbes Limes.

Ein Fitnessgarten soll für alle Generationen Bewegungsmöglichkeiten bieten. Geschicklichkeit, Balancieren und Klettern sind weitere Themen, die in der Anlage umgesetzt werden, dazu eine Trampolinarena und ein Schaukelgarten. Pflanzungen zur Abrundung und Abgrenzung sind ebenfalls geplant, unter anderem auch mit Obstbäumen. Eine offene Wiese soll verschiedene Möglichkeiten von Picknick bis Federball bieten für alle Generationen.

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