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Preis für Bienenschutz an Weidigschule 

BUTZBACH. Das erfolgreiche Team der Weidigschule am Messestand (v.l.): Dr. Anke Ordemann, David Weidenmüller, Benjamin Wewezer, Hannah Simon, Stephanie Riebeling, Rabia Gül, Aaron Koch, Bahar Yilmaz, Jutta Reiker, Darius Fauser und Lukas Riebeling (es fehlt: Lothar Jakob, vgl. Bericht).Text + Foto: br

MINT AWARD – Mittelstufenschüler des Butzbacher Gymnasiums erhalten 1000 Euro für dritten Platz

BUTZBACH (br). Jedes Jahr laden die Landesarbeitsgemeinschaft Schule Wirtschaft und die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände hessische Schulen mit gymnasialem Bildungsgang zur Mint-Messe in den Landtag nach Wiesbaden ein. In diesem Rahmen findet auch die Preisverleihung des insgesamt mit 6000 Euro dotierten Mint-Awards für innovative Schulprojekte im Mint-Bereich statt. Ziel der Veranstaltung ist, junge Menschen für Mint-Berufe zu begeistern, wobei Mint als Kürzel für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik steht.  

Für diesen Award hatten sich dieses Jahr 22 im Mint-Bereich besonders aktive Schulen beworben. Von jeder Schule musste ein Schülerteam beispielhaft ein Projekt in einer Kurzbeschreibung, einem Messestand und einer fünfminütigen Präsentation der Jury aus Mitarbeitern des Procter & Gamble-Konzerns und der Landesarbeitsgemeinschaft vorstellen. Das Team der Weidigschule, bestehend aus acht Mittelstufenschülern sowie ihren Betreuern Lothar Jakob, Dr. Anke Ordemann, Jutta Reiker und Stephanie Riebeling, überzeugte die Jury mit ihrem Projekt ‚Fleißiger Einsatz von Bienen‘ und gewann den mit 1000 Euro dotierten dritten Preis.  

Das Besondere der Bienenhaltung an der Weidigschule ist die wesensgemäße Haltung: Im Gegensatz zur ertragsoptimierten konventionellen Bienenhaltung wird der Schwarmtrieb nicht unterdrückt, die Bienen dürfen auf ihrem eigenen Honig überwintern und es erfolgen nur wenige Male im Jahr Eingriffe in den Stock. Dies fördert die Resistenz der Bienen gegen negative Umwelteinflüsse wie verstärkte Pestizidverwendung, Anbau von Monokulturen, Ausbreitung von Parasiten wie der Varroamilbe und durch den Klimawandel bedingte Verschiebung der Blütezeiten. 

Mit der Entscheidung für wesensgemäße Bienenhaltung möchte die Weidigschule, die seit längerem Projekte zum Umweltschutz und zur Nachhaltigkeit durchführt, gezielt einen Beitrag zur Verminderung des Bienensterbens und der Erhaltung der Biodiversität leisten. Im Rahmen der von der UNO formulierten siebzehn Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 hat das Bienenprojekt der Weidigschule den Schwerpunkt im Ziel 15 – „Leben an Land: Landökosysteme schützen und wiederherstellen, Artenvielfalt erhalten“. Für die Umsetzung der wesensgemäßen Bienenhaltung konnte die Schule finanzielle Unterstützung der Heidehof-Stiftung erlangen und wurde in einer Kooperation mit der Justus-Liebig-Universität fachwissenschaftlich begleitet. 

Der Jury des Mint-Awards gefiel bei diesem Projekt besonders, dass viele unterschiedliche Gruppierungen der Schule Teilprojekte rund um die Bienen entwickelt haben und weitere Teilprojekte angedacht sind. Neben der Arbeit in der Schulgarten-AG, die den Standort der Bienenkisten betreut, werden im NaWi-Unterricht der Jahrgangsstufe 7 Forschungsprojekte zu Bienen angeboten, und im Biologieunterricht wurde eine Unterrichtsreihe zu Bienen entwickelt. In diesem Jahr hat die Klasse 10d im Politik- und Wirtschaft-Unterricht von Steffen Arndt im Rahmen der jährlichen Betriebssimulation die Firma „Honey ‚n‘ more“ aufgebaut und den geernteten Honig sowie aus Bienenwachs erstellte Kerzen vermarktet.

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