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Premiere für „Zehntgräfin Tammer“

Martinimarkt Traditionsfest in Straßen von Münzenberg / Laternenumzug mit Spielszenen

Münzenberg (rtz). Wie jedes Jahr fand am Donnerstag der traditionelle Martinimarkt in den Straßen und Gassen rund um das alte Rathaus in Münzenberg statt. Viele Verkaufsstände waren aufgebaut, an denen Wollmützen, Schals, Handschuhe, Gürtel, Spielzeug, Holzwaren, Holzspielzeug, Bilder, Laternen und verschiedene Accessoires für die Adventszeit erhältlich waren. Natürlich gab es auch genügend Angebote an Speisen wie Original Elsässer Flammkuchen oder Rippchen mit Kraut. Aber auch süße Leckereien wie Donuts und Crêpes verwöhnten die Gaumen der Besucher. Die Landfrauen hielten im alten Rathaus Kasslerbraten mit Sauerkraut und Kuchen bereit. Glühwein wurde an diesem kühlen Novembertag besonders gern getrunken.

Kurz vor 11 Uhr ertönte Trommelwirbel, und Markttrommler Sascha Bell kündigte die nahende Eröffnung des Marktes an. Der Magistrat von Münzenberg, voran Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer zusammen mit Pfarrer Uwe Wagner-Schwalbe, schritt in historischen Kostümen durch die mit Ständen gesäumten Straßen. Auf der Treppe vor dem alten Rathaus machten sie Halt und Zehntgräfin Tammer eröffnete den Martinimarkt. Stadtrat Ernst Peter Wirth verlas ein Dekret, das Kaiser Ludwig der Bayer im Jahr 1338 zum Martinimarkt erlassen hatte. Darin heißt es, „dass der Jahrmarkt, den sie haben auf Martini zu Minzenberg, schon drei Tage vor diesem Tage beginnen und erst drei Tage nachher endigen solle“. Danach setzte die Gruppe ihren Gang durch die Straßen und Gassen fort.

Auch in diesem Jahr war ein Kinderkarussell aufgebaut, auf dem die kleinen Besucher ihre Runden drehen konnten. Bürgermeisterin Tammer lud zu einer kostenfreien Fahrt ein, indem sie um 14 Uhr im alten Rathaus Fahrchips an die Kinder verteilte. Die Münzenberger Krimi-Autorin Jule Heck bot im Foyer des alten Rathauses ihr neuestes Werk „Tod im Schatten der Burg – Tödlicher Duft“ zum Kauf an.

Um 14.00 Uhr fand eine Führung des Freundeskreises Burg und Stadt Münzenberg durch die „Alte Synagoge“ statt. Wissenswertes über dieses historische Bauwerk Münzenbergs wurde vermittelt. Nachdem dann die Dunkelheit hereingebrochen war, fand ab 17.30 Uhr der  traditionelle Laternenumzug angeführt von Sankt Martin statt. Los ging es an der Kindertagesstätte „Am Steinberg“. Es nahmen viele Kinder und Erwachsene mit ihren Laternen teil. Etwa eine Stunde später fand dieser Zug im Hof der evangelischen Kirche mit einem kleinen Spiel und einer ökumenischen Andacht der beiden Ortspfarrer seinen Abschluss. Wie jedes Jahr erhielten die jungen Teilnehmer eine Marktbrezel aus den Händen der Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins.

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