Prof. Grimminger: Langzeitfolgen der Corona-Infektion treffen Jung und Alt

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Prof. Grimminger: Langzeitfolgen der Corona-Infektion treffen Jung und Alt

WETTERAUKREIS (pdw). „Nur bei einer niedrigen Zahl von neu Infizierten und einem hohen Anteil der vollständig Geimpften in der Bevölkerung können viele Menschen, nicht nur aus den Risikogruppen wie ältere Personen und Menschen mit Grunderkrankungen, zuverlässig vor schweren Krankheitsverläufen, intensivmedizinischer Behandlungsnotwendigkeit und Tod geschützt werden. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Vermeidung von Langzeitfolgen, die auch nach milden Krankheitsverläufen auftreten können“, heißt es in der aktuellen Risikobewertung des RKI.

Dazu hat der ärztliche Direktor des Gesundheitszentrum Wetterau und Leiter der Pneumologie an der Asklepios-Klinik in Lich, Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger (Butzbach) in einem Zeitungs-Interview gesagt, dass die Langzeitfolgen alle Altersgruppen treffen. Senioren seien dabei nicht häufiger betroffen als Jüngere. „Wir sprechen bei Long Covid wohlgemerkt über Langzeiteffekte und Symptome, die sehr viele jüngere Menschen treffen, die sehr schwache Akutverläufe hatten. Das können 20 bis 35 Prozent der an Corona Erkrankten sein.“ Grimminger befürchtet, dass allein in Deutschland bis zu eine Million Menschen unter Spätfolgen leiden könnten. 

Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs appelliert dringend, die Möglichkeiten zur Impfung auch wahrzunehmen. Die besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen, ältere Menschen und chronisch Kranke sind weitgehend geimpft. Sorge bereite die Zunahme von Langzeitfolgen der Infektion gerade bei jüngeren Menschen, die die Infektion ohne größere Symptome überstanden haben, wie sie derzeit in der Wissenschaft diskutiert werde. Nur eine Impfung könne vor Long Covid schützen. 

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