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„Pusteblume“ wieder Kindergarten

BUTZBACH. Weil Bedarf an Kindergartenplätzen in Butzbach besteht, wird die frühere „Pusteblume“ in der Astrid-Lindgren-Straße für diesen Zweck reaktiviert. Die Schülerbetreuung findet dann zu einem Teil wie bisher im Gebäude und zum anderen Teil in einem Schul-Container-Raum statt. 

BETREUUNG – Stadt will zwei Ü3-Gruppen im Degerfeld schaffen / Grundschülerbetreuung läuft weiter

BUTZBACH (thg). Voraussichtlich zum 1. November soll im früheren Kindergarten Pusteblume bei der Degerfeldschule wieder eine Betreuung für Kinder ab drei Jahre angeboten werden. Die Grundschulbetreuung soll dann eines Teils weiter dort und zum anderen Teil in einem Container in der Degerfeldschule angeboten werden. Das sagte Bürgermeister Michael Merle auf Anfrage. Derzeit beschäftigt sich der Magistrat mit einem entsprechenden Vertrag mit dem Verein Jugendberatung und Jugendhilfe (JJ), der bereits die Grundschülerbetreuung außerhalb der Unterrichtszeit übernimmt. Am Montag, 17. Juni, soll in der Sozial- und Haupt- und Finanzausschuss-Sitzung ab 20.00 Uhr in der Mehrzweckhalle Nieder-Weisel beraten werden. 

Merle begründete die Reaktivierung der „alten“ Pusteblume in der Astrid-Lindgren-Straße mit der hohen Nachfrage nach Kindergartenplätzen in Butzbach. Es soll eine Ü3-Gruppe eingerichtet werden, die bis 17 Uhr geöffnet ist, die zweite, die es geben soll, wird um 12.30 Uhr geschlossen. Das Personal stellt JJ bereit. Das Geld kommt von der Stadt. Für dieses Jahr wird dafür ein Nachtragshaushalt erforderlich. 

„Mit diesen zusätzlichen Plätzen kommen wir in diesem und dem nächsten Jahr aus“, beschrieb Merle den Bedarf. 2020 soll dann in Ostheim der Kindergarten wieder öffnen, auch in der Kernstadt bei der Villa Regenbogen soll eine Betreuungseinrichtung gebaut werden, die beide dann auch benötigt würden. Dass die Prognosen von noch größeren Kinderzahlen noch nicht eintreten, liege unter anderem daran, dass die vorgesehenen Wohngebiete noch nicht bezogen werden. Aber: „Wir brauchen dringend Plätze.“ In der Betreuung von Kindern unter drei Jahren sei der Platzbedarf gedeckt. 

Bei der Pusteblume-Lösung sprach Merle von einem „Kompromiss“, die Stadt sei mit der Degerfeldschule und den Eltern im Gespräch. Die Grundschülerbetreuung in dem wiederbelebten Kindergartengebäude finde in einem Teil für die Schüler von der Eingangsstufe bis zur zweiten Klasse statt. Ab der dritten Klasse greife das Ganztagsangebot der Schule. Voraussetzung für die Veränderungen sei gewesen, dass die Grundschülerbetreuung im bisherigen Maß weitergeführt werden kann. Die Alternative zur Pusteblume als Kindergarten wäre die Errichtung von Containern an anderer Stelle gewesen. Die Stadt wolle im Bereich Bildung, Erziehung und Schule optimale Rahmenbedingungen schaffen, unterstrich Merle. 

„Mit der Wiederinbetriebnahme der Kindertageseinrichtung sollen auch notwendige Instandsetzungsmaßnahmen durchgeführt werden. Entsprechende Mittel wurden bereits im Haushaltsjahr 2018 veranschlagt. In diesem Zusammenhang wird seitens der Verwaltung derzeit geprüft, inwieweit hierfür Fördermöglichkeiten gegeben sind“, heißt es im Bericht zur Beschlussvorlage.

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