Rätselraten um Zukunft des Familienlandheims ist beendet

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Rätselraten um Zukunft des Familienlandheims ist beendet

BODENROD. Sehr gut besucht war die Sitzung des Bodenroder Ortsbeirates, auf der die beiden zukünftigen Baugebiete im Dorf vorgestellt wurden. Fotos: pf

1- und 3-Zimmer-Wohnungen sowie Bauplätze für Eigenheime geplant

BODENROD (pf). Das Rätselraten um die Zukunft des ehemaligen Familienlandheims in Bodenrod wurde am Freitagabend in einer Sitzung des Ortsbeirates beendet. Das Gebäude wird teilweise abgerissen und in 1- bis 3-Zimmerwohnungen umgewandelt. Das Gelände rund ums Familienlandheim wird zum Baugebiet für dreizehn Einfamilienhäuser. Ein weiteres Baugebiet für elf Einfamilienhäuser entsteht an der Straße Am Nollweg. Die Bodenroder Bevölkerungszahl wird durch die Bautätigkeit in den nächsten Jahren erheblich steigen.   

Seit über sieben Jahren wird das ehemalige Familienlandheim in Bodenrod nicht mehr genutzt. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel gingen Gebäude und Gelände vor zwei Jahren an die Firma Revikon in Gießen über, vertreten durch Daniel Beitlich, eine Gesellschaft für Immobilienentwicklung, die in der Kernstadt bestens bekannt ist durch die erfolgreiche Vermarktung der ehemaligen Housing Area. An der Ortsbeiratssitzung nahmen neben dessen Mitgliedern auch Daniel Beitlich, sein für die Projekte in Bodenrod zuständiger Architekt Felix Feldmann, Bürgermeister Michael Merle und Ralph Miller vom städtischen Bauamt teil. 

Ortsvorsteherin Susanne Zorn eröffnete die sehr gut besuchte Sitzung, deren Haupttagesordnungspunkt die Zukunft des Familienlandheimes war. Dazu bemerkte Daniel Beitlich, dass man zwei Jahre lang intensiv versucht habe, zusammen mit Institutionen aus dem Sozialbereich Kinder/Jugendliche eine Folgenutzung des Familienlandheims zu erreichen, jedoch ohne Erfolg. Daher sei man zum Entschluss gekommen, das Objekt in Wohnungen und Bauplätze umzuwandeln. Die Bausubstanz des Gebäudes sei gut, man habe durch Reparaturen und den Einsatz eines Hausmeisters dafür gesorgt, dass kein Verfall einsetze. 

Die Sitzung des Ortsbeirats sah Beitlich als Infoabend an, als eine Art vorgezogene Bürgerbeteiligung, der danach alle gesetzlich vorgeschriebenen Regularien folgen. Der Rückbau des Gebäudes soll bis 2021 erfolgen. 

Architekt Feldmann erläuterte Einzelheiten zur Planung. So wird der Bauträger das Gelände erschließen und die Bauplätze verkaufen. Die Verkehrsanbindung des Gebietes erfolgt über den alten Dorfkern und die Straße Am Jungborn. Die Größe der Bauplätze gab er mit ca. 600 qm an. Mit der Planung stehe man ganz am Anfang.  

Nach der Vorstellung der Pläne für Gebäude und Gelände des Familienlandheims wurden Einzelheiten zum Baugebiet Am Nollweg vorgestellt, wo elf Einfamilienhäuser entstehen sollen. Die Durchschnittsgröße der Bauplätze betrage auch hier ca. 600 qm. Als Preis für den Quadratmeter beider Baugebiete nannte Beitlich 160 – 180 Euro. Beide Projekte, die attraktiv für Familien mit Kindern seien, sollen zeitgleich angegangen werden. Auf eine entsprechende Frage aus dem Publikum bezifferte Beitlich den Zuwachs der Bodenroder Einwohnerschaft durch die beiden Baugebiete aufgrund langjähriger Erfahrung auf ca. 120 – 140 Personen. 

Mehrere weitere Fragen bezogen sich auf die Verkehrsanbindung zu den Nachbargemeinden, insbesondere nach Usingen. Hier sagte Bürgermeister Merle, dass Gespräche zu den Voraussetzungen hierfür aufgenommen worden seien. Ortsvorsteherin Susann Zorn meinte, man sei hier auf einem guten Weg. Ein Thema war die Betreuung von Kindern, hier bleibt es laut Merle bei der Zuständigkeit der Kindertagesstätte in Hoch-Weisel.

 

 

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