Reh von Hund gerissen – Kitze ihrem Schicksal überlassen

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Reh von Hund gerissen – Kitze ihrem Schicksal überlassen

HOCH-WEISEL (pe). Eine traurige Entdeckung machte der Landwirt Thomas Hilbig, der auf einer Wiese in Hoch-Weisel in Richtung Kirchweghütte ein offenbar von einem wildernden Hund gerissenes Reh fand. Der hinzu gerufene Jagdpächter stellte anhand des Zustandes fest, dass das Reh wahrscheinlich schon am Vortag einem Hund zum Opfer gefallen war.  

Das Reh sei vorher oft dabei beobachtet worden, wie es zwei Kitzen auf der Wiese führte. Eine Suche nach den beiden Kitzen blieb erfolglos, so dass diese voraussichtlich dem Hungertod oder Raubwild zum Opfer gefallen sind. 

Vom 1. März bis 15. Juni läuft die sogenannte Setz- und Brutzeit, in der nicht nur Wildtiere, wie Rehe und Rebhühner, sondern auch verschiedene Bodenbrüter ihre Jungen großziehen. Dennoch gebe es immer noch verantwortungslose Hundebesitzer, die ihren Hund in dieser Zeit frei über Wiesen und Felder laufen lassen, so Hilbig. 

Selbst wenn der Hund kein Wild hetze, wie es in diesem Fall wohl geschehen ist, so kann doch eine einzige Störung der brütenden Rebhühner oder Lerchen dazu führen, dass das Gelege auskühlt und die Brut nicht erfolgreich verläuft. Aus diesem Grund sollte auch bei gut erzogenen Hunden darauf geachtet werden, dass diese auf den Wegen bleiben.

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