„Reihenhäuser leider nicht rentabel“

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„Reihenhäuser leider nicht rentabel“

BUTZBACH. Auf dem Gelände der früheren Nudelfabrik und nebenan gelegenen Flächen entsteht Wohnbaugelände, nunmehr mit Mehrfamilienhäusern. Die vertraglichen Regelungen waren Thema der jüngsten Ausschusssitzung. Foto: BZ

NUDELFABRIK — Neue Vertragspartner für Baugebiet „Wacholderweg“ / Abbruch in acht bis zwölf Wochen

BUTZBACH (thg). Gegen die Stimmen der UWG bei Enthaltung der FDP billigte der Butzbacher Haupt- und Finanzausschuss  am Donnerstag eine Vertragsänderung rund um das Bauvorhaben Wacholderweg in der Butzbacher Kernstadt. Die Gesellschaft SFS übernimmt von der Arbeits- und Investorengemeinschaft C&A Wacholderweg die Grundstücke zwischen Spülgasse, Hessischer Landesbahn, Wacholder- und Himmrichsweg. SFS übernimmt alle Maßnahmen und Kosten, die im Zusammenhang mit dem Bebauungsplan stehen. 

Als neue Eigentümer stellten sich Andreas Dayan und Isa Utay vor, wobei Dayan bereits in der vorherigen Gesellschaft dabei war. Der bisherige Zusammenschluss mit dem ursprünglichen Entwickler Christian Stary und einem Unternehmen aus Hamburg besteht nicht mehr. Wie Dayan mitteilte, sei der bisherige Partner vom Kaufvertrag zurückgetreten, nachdem sich sein Unternehmen von Baubereichen getrennt habe. Die Planung sei nachbearbeitet worden. „Butzbach ist eine gute Stadt für das Projekt.“ Utay berichtete, er sei Entwickler von Wohn- und Gewerbeprojekten, so in Hanau, Bad Homburg und Bad Nauheim. 

Astrid Gerum (UWG) fragte sehr genau nach aus dem Wechsel resultierenden Folgen für die Bebauung und gab auch ihr Missfallen zu verstehen. Dies betraf besonders die Planung, nach der die vorgesehenen Reihenhäuser wegfallen und dafür auch Mehrfamilienhäuser errichtet werden sollen. 

Dayan sah Vorteile in der veränderten Bebauung, unter anderem bleibe mehr freie Fläche. Das Grundstück sei nicht ausgelastet, was einen Vorteil biete:  „Wir bekommen es auch hin, eine Tiefgarage zu bauen.“ Wichtigster Grund sei aber: „Reihenhäuser sind leider nicht rentabel.“ 162 statt zuvor 149 Wohnungen seien nun geplant. 

Dass sich die neue Planung im Rahmen der Festsetzungen des Bebauungsplans bewege, erläuterte Bürgermeister Michael Merle. Auch die Annahmen aus dem Verkehrskonzept und die Aspekte des Schallschutzes gelten weiter. Und auch der 300 Quadratmeter große Spielplatz werde „auf jeden Fall“ gebaut, so Dayan. 

Sobald der Bebauungsplan rechtskräftig ist, soll mit dem Abriss begonnen werden. Es werde aber noch Zeit gewährt, um ein vorhandenes Lager zu räumen, so könne es acht bis zwölf Wochen bis zum Abriss dauern. 

Die Wohnungen mit 87 bis 120 Quadratmeter Fläche würden barrierefrei. Aufzüge werden eingebaut, unter anderem werden Türen entsprechend breit gebaut. Die Wärmeversorgung soll über Luft-Wärme-Pumpen sichergestellt werden. Dies sei günstiger als Blockheizkraftwerke. Man orientiere sich am Energieeffizienzstandard Kfw 55. 

Die Gesellschaft bleibt nicht Eigentümer der Mietwohnungs-Gebäude, sagte Dayan auf Nachfrage. Dies sei auch von Anfang an so geplant gewesen. Nur das „Loftgebäude“ der Nudelfabrik werde behalten. Nach einer Studie liegen die Mietpreise voraussichtlich bei neun bis 9,50 Euro, es stehe noch nicht fest. Die Penthäuser würden teurer. 

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