„Rettungsanker“ in großer Angst 

Mit dem Motorrad um die Welt
25. März 2019
Zwei hochwertige Autos wurden inGambach mit „keyless go“ gestohlen
26. März 2019

„Rettungsanker“ in großer Angst 

SELBSTHILFE Seit sechs Jahren besteht in Butzbach Gruppe bei Sozialphobien und Panik-Attacken

BUTZBACH (thg). Am 11. März war es sechs Jahre her, dass in Butzbach 

zum ersten Mal die Selbsthilfegruppe für Menschen mit Angsten in den Räumen des Diakonischen Werks zusammenkam. Seit neuestem hat die Gruppe auch einen Namen: Rettungsanker. Ansprechpartnerin bei der Diakonie ist Petra Seeger. Sie erteilt nähere Auskünfte zu den Treffen der Selbsthilfegruppe wie Termine unter Tel. 06033/966690 und ist per E-Mail an petra.seeger@diakonie-wetterau.de erreichbar. 

ln der Regel sind es derzeit zehn Teilnehmer, die montags ab 17.45 Uhr die rund anderthalbstündige Gesprächsgruppe in der Butzbacher Langgasse 22-24 besuchen. Sie kommen aus Butzbach und Umgebung. Der Bedarf sei aber sicher größer, sagte eine der Teilnehmerinnen, und auch Therapeuten stehen nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung. Wichtig ist aber: Wer in die Selbsthilfegruppe kommt, muss bereits therapeutische Erfahrung gemacht haben, sollte eine Therapie zumindest begonnen haben. Erst dann sei die Selbsthilfe möglich. 

„Man darf alles sagen, muss es aber nicht“, lautet die Maxime im „Rettungsanker“. Es bestehe ein gutes Vertrauensverhältnis, die Teilnehmer könnten miteinander reden. 

Ängste, Sozialphobüm und Panik-Attacken, die aus Ängsten entstehen, sind es, die die Menschen in der Gruppe beschäftigen. Den Betroffenen fällt es oft sehr schwer, den Weg in die Selbsthilfe-Gemeinschaft zu wagen. Die Gespräche in der Gruppe sollen den Teilnehmern dabei helfen, die Ängste anzunehmen und im Alltag mit Ängsten umzugehen. Ein wichtiger Schritt für die Betroffenen ist es, überhaupt Hilfe anzunehmen. 

Ängste gehören zum Leben. Doch wenn die Ängste das Leben bestimmen, die Angst vor Unfällen beispielsweise dazu führt, dass man das Haus nicht mehr verlässt, sich in sich zurückzieht, Kontakte verliert und immer einsamer wird, dann sei professionelle Hilfe nötig, mitunter auch Medikamente, eventuell eine Psychotherapie. In der Folge sei es auch angeraten, etwa eine Selbst-hilfegruppe – wie den Rettungsanker  – aufzusuchen.

Comments are closed.