Rosenapfelbaum als sichtbares Zeichen der Koalition von CDU und Grünen

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Rosenapfelbaum als sichtbares Zeichen der Koalition von CDU und Grünen

LANGGÖNS. Einen Rosenapfelbaum als dauerhaftes Zeichen der Koalition von CDU und Grünen in Langgöns pflanzten (v.l.): Jürgen Knorz, Frank Menges, Michael Buss, Jean Agarwahl-Diehl, Hans Noormann, Eheline Steffens und Martin Hanika.Foto: ikr

Langgönser Themen für die kommenden fünf Jahre festgelegt / Zusammenarbeit besteht seit 2006

LANGGÖNS (ikr). „Wir wollen die gute und bewährte Basis der vergangenen Jahre vertrauensvoll fortführen“, sagte Jürgen Knorz, Fraktionsvorsitzender der Langgönser CDU, bei der Unterzeichnung des Koalitionsvertrags zwischen seiner Partei und den Grünen. „Wir haben wegweisende Sachen in den Vertrag hineingeschrieben und die Weichen in die richtige Richtung gestellt, um den eingeschlagenen Weg fortzuführen“, betonte Dr. Michael Buss, Fraktionsvorsitzender der Grünen.

Als besonderen Ort für die Besiegelung der Vereinbarung hatte Martin Hanika (CDU) eine Bank am Mühlberg oberhalb der Landstraße von Niederkleen nach Langgöns ausgewählt. Dort pflanzten die Koalitionäre nach der Vertragsunterzeichnung bei strahlendem Sonnenschein einen Rosenapfelbaum als sichtbares und dauerhaftes Zeichen ihrer Verbindung, die 2006 zum ersten Mal eingegangen wurde und jetzt bereits in die vierte Legislaturperiode geht.Das Papier umfasst auf fünf Seiten sechs Themenblöcke. „In der Vergangenheit haben wir eine erfolgreiche Finanzpolitik gemacht, die soll auch fortgesetzt werden. Unser Schwerpunkt jetzt ist das Klima, deshalb haben wir die Unterzeichnung des Vertrags ganz bewusst im Grünen vorgenommen“, betonte Knorz. 

Im Themenblock 1 des Vertrags geht es um Bauen und Entwicklung. Dabei ist der zentrale Leitgedanke die Verbesserung der Lebensqualität in der Gemeinde Langgöns, dazu zählen eine intakte Naturlandschaft, eine gute gemeindliche Infrastruktur, eine hohe Wohnqualität, gerade auch in den Ortskernen, die Möglichkeit wohnortnahen Arbeitens und ebenso gute Möglichkeiten zum Einkaufen, in der ärztlichen Versorgung und in der Freizeitgestaltung. Schwerpunkt dabei soll die Entwicklung in den Innenbereichen der Orte sein und eine Abwägung der Maßnahmen nach Kriterien der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes. Zur Dorfinnenentwicklung und zur Belebung der Ortskerne wollen sich die Koalitionäre am Landesprogramm Ikek orientieren und die konkreten Maßnahmen daraus umsetzen. 

In Niederkleen ist es das „Alte Haus“ samt Umfeld inklusive des alten Feuerwehrgerätehauses. In Oberkleen könnte eine Mehrgenerationenfläche geschaffen werden. In Cleeberg steht die neue Nutzung für das ehemalige Volksbankgebäude am Bürgerhaus auf dem Programm und in Espa das alte Feuerwehrgerätehauses in der Ortsmitte. Zur Planung und Realisierung von Projekten sollen auch neue Formen und Instrumente geprüft werden, beispielsweise eine eigene Beteiligung an einer Baugenossenschaft. 

Wohnen in moderatem Zuwachs soll in allen Ortsteilen ermöglicht und dabei auch die Potenziale von Baulücken und Leerständen aktiviert werden. Neue Wohngebiete dürfen den Bedingungen des Dorfentwicklungskonzeptes nicht entgegenstehen und sollen unter Berücksichtigung und Abwägungen auch von Belangen der Landwirtschaft, des Natur- und Umweltschutzes sowie unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten entwickelt werden. Die Vergabe von Gewerbeflächen soll anhand eines Kriterienkatalogs erfolgen. Noch in diesem Jahr soll ein Flächensicherung- und Planungsverfahren für eine Gewerbefläche von etwa fünf Hektar westlich der Autobahnauffahrt A485 eingeleitet werden. 

Im Themenblock 2 geht es um Umwelt und Verkehr: Hier soll die Schonung natürlicher Ressourcen und Lebensgrundlagen Priorität haben. Die zahlreichen Aktivitäten der Gemeinde für den Klimaschutz sollen fortgeführt, verstärkt, und die Stelle der Klimaschutzmanagerin dauerhaft verankert werden. 

Im Themenblock 3 stehen Soziales und Kultur auf der Agenda. Einvernehmlich stellen die Koalitionäre fest, dass in den Kindergärten eine vorbildliche Betreuung für alle Altersstufen gewährleistet sei. Im Vergleich zu Nachbarkommunen habe man ein sehr kostengünstiges und breit gefächertes Angebot. Diese erfolgreiche Arbeit soll fortgesetzt und erweitert werden. Vereinsförderung und die Bedürfnisse der Senioren sollen einen hohen Stellenwert einnehmen. Die Einrichtung einer Tagespflege und der weitere Ausbau sozialer altersgerechter Einrichtungen wird gefördert. 

Im Themenblock 4, Finanzen, sollen nach der Grundsteuerreform im Jahr 2023 die Grundsteuer A und B in etwa gleichbleiben. Eine Grundsteuer C für unbebaute Grundstücke mit Baurecht soll dann erhoben werden. Bei der nächsten Bürgermeisterwahl soll eine erneute Kandidatur von Marius Reusch (CDU) gemeinsam unterstützt werden.

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