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„Ruf zum Aufbruch und Ausprobieren“

BUTZBACH. Unter dem Motto „Vielfalt leben“ stellt seit Sonntag die von der Kunsttherapeutin Sabine Paul vor drei Jahren in Butzbach in der Ludwigstraße   ins Leben gerufene „Kulturwerkstatt inklusiv“  in der Butzbacher Markuskirche aus. Die Ausstellung im Chorraum der Kirche  läuft bis zum 14. August. 

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Ausstellung der Kulturwerkstatt inklusiv des Diakonischen Werks in der Markuskirche Butzbach eröffnet

BUTZBACH (mk). Die Ausstellung „Vielfalt Leben!“ der Butzbacher Kulturwerkstatt inklusiv wurde am Sonntag im Rahmen des 10.00 Uhr-Gottesdienstes in der Markuskirche eröffnet. Noch bis zum Freitag, 14. August, sind die rund 30 Exponate von Teilnehmerinnen und Teilnehmern der kreativen Einrichtung im Chorraum des Butzbacher Gotteshauses zu sehen, das täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet ist.

Pfarrer Christoph Baumann stellte am Sonntag die Abraham-Erzählung in den Mittelpunkt seiner Predigt: Abraham zog aus seinem Vaterhaus aus, machte sich auf den Weg und ging damit ein Wagnis ein, weil er der Stimme Gottes vertraute. Damit zog Baumann auch eine Verbindung zur Ausstellung der Kulturwerkstatt: „Auch hier steht am Anfang ein ‚Ruf‘, ein Lockruf zum Aufbruch: Nimm den Pinsel, die Farbe, den Stift in die Hand. Wage Dich, Neues auszuprobieren“, so Baumann in seiner Predigt. Manche würden sich dabei einreden „Ich kann das nicht, ich bin doch keine Künstlerin, kein Künstler. Und was, wenn mein Versuch ein Flop wird?“. Gegen solche Stimmen setze sich, ebenso wie bei Abraham, der Mut durch. Und die Teilnehmer hätten auch auf ihrer eigenen „künstlerischen Reise“ viel Neues entdecken können: Korrekturen, Versuch und Irrtum, aber auch vor allem eigene ungeahnte Fähigkeiten.       

Sabine Paul, Leiterin der Kulturwerkstatt inklusiv, lobte die entstandene wunderbare Vielfalt der Exponate: „Der erste Pinselstrich ist immer ein Wagnis, ein erster Schritt auf einer Reise ins Unbekannte, ins Land der Farbe und des Lichts. Es ist nicht wichtig, wo man ankommt. Wichtig ist nur, die Reise zu beginnen.“ 

Die in der Markuskirche ausgestellten Kunstobjekte sind in den vergangenen Jahren im Rahmen der Kultur-Werkstatt inklusiv entstanden. Diese Einrichtung des Diakonischen Werks Wetterau gibt es seit Dezember 2017 in Butzbach, beheimatet ist sie in der Ludwigstraße. Im Atelier arbeiten Menschen unabhängig von Herkunft, belastendem Hintergrund oder Beeinträchtigung zusammen und begegnen sich in Respekt und Offenheit. Die Erfahrung von der wohltuenden, zur Heilung beitragenden Wirkung künstlerischen Tuns – ohne den Anspruch, ein „Kunstwerk“ erschaffen zu müssen – steht dabei im Fokus.       

Pfarrer Baumann wünschte allen Besuchern, bevor er sie zum Entdecken der Exponate einlud, „dass wir uns durch die Kunstwerke, die in den nächsten Wochen hier in der Markuskirche zu sehen sein werden, ansprechen, bewegen, inspirieren lassen – und dass wir etwas vom schöpferischen Geist Gottes darin entdecken. Und dass sie so für uns und andere Menschen zum Segen werden“. 

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