Saal der Alten Turnhalle wieder voll

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Saal der Alten Turnhalle wieder voll

Butzbach. Mit dem Schlingen-Expander aus Strumpf-Rohlingen nahmen die Besucher des Faselmarkt-Seniorennachmittages ein besonderes Turngerät mit nach Hause (oben l.). Die Jagdhornbläser der Jägervereinigung Butzbach stellten anhand des Ablaufs einer Jagd musikalische Signale vor (oben r.). Der Tanz-Nachwuchs des TSV Butzbach brachte Pippi Langstrumpf auf die Bühne der Alten Turnhalle. Text + Fotos: op (2)/thg

SENIORENNACHMITTAG – Veranstaltung zum Faselmarkt mit Jagdhörnern, Tanz und Turngerät

BUTZBACH (thg). Erneut erlebten die Senioren aus Butzbach einen kurzweiligen Faselmarkt-Nachmittag in der Alten Turnhalle mit viel Gelegenheit für Gespräche, mit Musik- und Tanzprogramm zum Mitsingen und zum Mitbewegen. Bürgermeister Michael Merle und Hildegard Wodni, Vorsitzende des Seniorenbeirats, begrüßten die 180 Besucher. Auch Stephanie Becker-Bösch, die Kreisbeigeordnete aus Butzbach, sprach ein kurzes Grußwort, wobei Merle angesichts des Landratswahlkampfs darauf hinwies, dass auch Erster Kreisbeigeordneter Jan Weckler eine Einladung erhalten habe, aus dienstlichen Gründen allerdings nicht dabeisein konnte.

Merle bedankte sich unter anderem für die Hilfe des Seniorenbeirats bei der Vorbereitung der Veranstaltung. Und er hob hervor, dass Vorsitzende Wodni trotz starker Zahnschmerzen mitwirkte und die Veranstaltung bis zum Ende begleiten wolle. Sie hob hervor, dass schon seit Jahren der Saal immer voll sei am Seniorennachmittag. „Mehr können wir uns nicht wünschen.“ Sie bedankte sich bei Nina Fink von der Alten Apotheke, dem Rewe-Center Butzbach und der Nachbarschaftshilfe für die Unterstützung, denn „ohne Spenden könnte so manches nicht angeboten werden“. Zudem hob sie hervor, dass Heidi Gombert, Seniorenbeauftragte der Stadt Butzbach, zum letzten Mal in dieser Funktion mitarbeite, da sie in vier Wochen in den Ruhestand verabschiedet werde.

Am Rande der Veranstaltung sagte Merle, dass sich der Magistrat mit der Frage beschäftigen werden, wer bei einer vorgesehenen personellen Verstärkung des Sozial-Fachdienstes die Interessen der Senioren und Behinderten vertreten soll. „Wir müssen uns etwas einfallen lassen.“

Neben der Sitzgymnastik hatte Moderatorin Ursel Gratzfeld diesmal Übungen für ein besonderes „Trainingsgerät für zu Hause“ vorbereitet. Aus Strumpf-Rohlingen, die die Firmen Kunert und Falke zur Verfügung stellten, zeigte sie zusammen mit Friedrich Stockinger, der mit über 90 Jahren noch regelmäßig in der Herzsportgruppe turnt, wie man aus den elastischen Stoffen einen Schlingen-Expander knotet. Jeder Gast erhielt ein solches Turngerät und absolvierte die ersten Übungen gleich im Saal mit.

Norbert Remlinger sorgte am Klavier für die musikalische Umrahmung und stimmte Volkslieder zum Mitsingen an. Die Jagdhornbläser der Jägervereinigung Butzbach stellten unter der Leitung von Horst Wolff einige Kommandos vor, darunter auch auf Remlingers Wunsch hin den „Elch“, für den es ebenso ein eigenes Jagdsignal gibt wie für andere Tiere, darunter sogar der Seehund. Wie Wolff sagte, fehlt dem Ensemble der Nachwuchs. Die Mitglieder seien bereits mehrere Jahrzehnte mit von der Partie.

Unter der Leitung von Concetta Reich tanzten zwei Gruppen des TSV Butzbach. Die jüngeren Mädchen präsentierten sich als Pippi Langstrumpf. „Ain’t nobody“ war das Motto der älteren Mädchengruppe.

In ein besonderes Zwiegespräch kamen Merle und Heidemarie Blecher auf der Bühne. Sie bewiesen, wie ein Dialog aus dem Ruder laufen kann, wenn einer der Gesprächspartner unter anderem in der Verwendung von Fremdwörtern nicht firm ist. Dann kann beispielsweise schonmal der Bodenbelag Parkett mit dem singenden Quartett verwechselt werden.

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