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Säckeweise Müll und eine Getränkekiste

BUTZBACH. Die Mitglieder des Butzbacher Kinderparlaments, Mitschüler und Eltern sammelten in der Innenstadt Müll. 1 Foto: Wirtgen/1 Foto: thg

Abfallsammelaktion des Butzbacher Kinderparlaments / Schüler fordern von Bürgermeister mehr Fahrradwege

BUTZBACH (thg). Eifrig bei der Sache waren die Butzbacher Kinderparlamentarier und ihre Klassenkameraden zusammen mit Eltern bei ihrer jüngsten Müllsammelaktion in der Innenstadt. Geradezu eimer- und säckeweise brachten sie Abfall zur Sammelstelle, die der Bauhof der Stadt am Landgrafenschloss eingerichtet hatte. Auch ein Bollerwagen kam zum Einsatz. Bürgermeister Michael Merle stellte sich zudem den Fragen der Kinder. 

Das Kinderparlament hatte die Aktion beschlossen und dazu eingeladen. „Mehr als gedacht“ kam bei der knapp zweistündigen Aktion am Freitag zusammen. Das berichtet Carolin Wirtgen vom zuständigen städtischen Fachdienst, die zusammen mit Jessica Gartman und Lars Rexroth für die Stadt und Hanna Abels und Sara Tabatabai für den Kinderrechteverein „Makista“ die Aktion begleitete. Von Zigarettenkippen über Burger-Verpackungen und Flaschen bis hin zu einer Getränkekiste reichten die „Funde“ der Grundschüler. „Die Kinder waren super engagiert.“ Und dabei wollen sie es nicht belassen. „Das können wir öfters machen“, fanden einige. 

Vor dem Start begrüßte der Bürgermeister die Aktion. Er erklärte den Kindern, dass die Bauhof-Mitarbeiter täglich dafür sorgten, dass die Stadt sauber sei. Damit hätten sie jeden Tag zu kämpfen. Er erinnerte daran, dass es einen „Butz-Tag“ gegeben habe, an dem sich Engagierte zu einer Müllsammelaktion in der Innenstadt trafen. Er plädierte dafür, ihn wieder einzuführen. 

Die Kinderparlamentarier überreichten Merle einen Stadtplan, in dem sie Stellen markiert hatten, wo sie sich Mülleimer wünschen.Es gebe zu wenig davon im Stadtgebiet. Sie möchten zudem auf den – städtischen – Abfalleimern Aufkleber aufbringen, die Tiere zeigen verbunden mit der Mahnung, dass es für sie tödlich sein kann, wenn sie achtlos weggeworfenen Müll fressen. 

Auch um den Wald sorgen sich die Kinder. So viele Bäume seien gefällt worden, und sie möchten gern neue pflanzen. Merle erklärte, dass die trockenen Fichten vom Borkenkäfer befallen worden seien. Er schlug vor, mit einem Förster zusammen einen Bereich für eine Pflanzung auszusuchen. 

,Außerdem monierten die Schüler, dass es keine Fahrradwege in der Innenstadt gebe. Der Bürgermeister sagte, dass bei der Neuplanung der Taunusstraße ein „Schutzstreifen“ für Fahrradfahrer vorgesehen sein soll. Aber das müsse noch mit den Behörden geklärt werden. In der Straßenunterführung am Hallenbad arbeite die Stadt ebenfalls daran, einen „richtigen“ Schutzstreifen auszuweisen. 

Dass es in Butzbach keine Elektrobusse gebe, merkten die Parlamentarier ebenfalls an. Merle wies darauf hin, dass die Busunternehmen, mit denen Verträge bestehen, nicht auf diese Technik setzen. Er berichtete aber, dass die Stadtverwaltung bereits Elektroautos im Einsatz habe. 

Auf dem Marktplatz kamen die Kinder auch mit Passanten ins Gespräch. Nachdem zu Beginn der Aktion jedes Kind ein Samentütchen für eine Blühwiese bekommen hatte, verteilten sie auch an Menschen in der Stadt die kleinen Beutel mit dem Logo des Kinderparlaments. 

Butzbacher Kinderparlament 

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