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Sanierung der Treppe am August- Storch-Tempel dringend notwendig

BI „Unser Wald“ schlagen Standorte für Ruhebänke am geplanten Panoramaweg vor

Butzbach (mr). Am Montagabend hatte sich wieder der Arbeitskreis BI „Unser Wald“ zu seiner monatlichen Sitzung getroffen. Die Teilnehmer diskutierten über Standorte der von der BI und Butzbacher Handwerkern zu stiftenden Ruhebänke und sprachen sich einmütig für Standorte entlang des geplanten Panoramawegs aus. Dieser soll nach den Wünschen der Bürgerinitiative „Unser Wald“ von der Waldsiedlung (Goethestraße) bis zur Merowinger Straße führen. Ein Großteil der Wege sei bereits vorhanden, nur der Abschnitt zwischen Kleeberger Straße und dem Bereich des alten Schützenhauses sei wieder zu erschließen.

Michael Zimmermann, Mitbegründer der BI, meinte dazu, dass man den Weg zweiteilen solle: Der bequemere Weg solle ab Kleeberger Straße oberhalb des Gymnasiums durch den Unteren Prinzenweg auf die Straße „Am Schützenhaus“ und dann auf den Fußweg oberhalb des Neubaugebietes geführt werden. Dieser Weg sei einfach zu laufen, während die anspruchsvollere Variante dann über die Treppe von der Kleeberger Straße auf den Schrenzer und dann unterhalb des Schrenzerbads geführt werden könne. Hier sei die Grundstruktur des Wegs bereits vorhanden, es seien Pflegemaßnahmen und in einigen Bereichen kleinere Ausbauten notwendig.

„Und genau entlang dieser Route sollten auch Ruhebänke aufgestellt werden“, meint Anne Henn von der BI. Gerd Henn wurde von der BI beauftragt, Bildmaterial zusammen zu stellen, so dass die gewünschten Standorte der Stadt mitgeteilt werden können. Mit dem Ausbau des Panoramawegs sei man mit den Wandervereinen und dem Seniorenbeirat in einem Boot, beide hatten den Ausbau des Panoramawegs bei der Erstellung des Erholungswaldkonzepts ebenfalls gefordert.

Kritisch geht die BI den mit dem Zustand der Treppe rund um den August-Storch-Tempel auf dem Schrenzer um: „Da wird immer damit geworben, dass das Schrenzerbad eines der schönsten in Hessen sei und wenn dann fremde Besucher auf den Schrenzer kämen, würden sie als erstes Bauzäune entdecken“, meint Michael Erbe zu dem Zustand. Seit Jahren, so die BI, ziere die Treppe rund um die Hütte ein Bauzaun, seit mehr als 10 Jahren sei diese Treppe baufällig. „Es ist verwunderlich, dass eine Stadt wie Butzbach, die in diesem Jahr mehrere Millionen an Gewerbesteuer mehr einnimmt als geplant nicht einmal 10 000 Euro für die Reparatur und Instandsetzung einer Treppe an einem Kulturdenkmal aufwendet“, betonte BI Sprecher Markus Ruppel. Hier müsse es erst einen parlamentarischen Beschluss geben, um die Treppe zu reparieren, betont die Bürgerinitiative ihr Ansinnen. Michael Zimmermann: „Viele Besucher nehmen vom Schrenzer den Bauzaun in ihrer Erinnerung mit. Das muss doch nicht sein, Butzbach hat mehr und bessere Erinnerungen zu bieten“.

Auf die jüngsten Veröffentlichungen in der BZ über die Abkehr verschiedener hessischer Gemeinden von Hessen-Forst plant die BI, sich mit dem Revierförster in Usingen in Verbindung zu setzen, um Einblick in dessen Erfahrungen mit der Beförsterung ohne Hessen-Forst nehmen zu können. Wie berichtet, wolle Hessen-Forst jährlich die auf die betreuten Kommunen umzulegenden Kosten um 4,25 Prozent zu erhöhen, was bei einem Forsteinrichtungswerk, das über 10 Jahre läuft, eine Kostensteigerung um über
50 Prozent bedeute. Das heißt, dass die heutigen Kosten von rund 1 Million Euro dann auf 1,5 Millionen in 10 Jahren steigen würden. Dies wiederum müsse durch Mehreinnahmen gedeckt werden, wodurch auch ein Mehreinschlag beim Wald notwendig würde. Michael Zimmermann hierzu: „Man darf gespannt sein, wie dann die Nachaltigkeit gerechnet wird, denn angeblich werden ja heute nur so viel Bäume entnommen wie Holz nachwächst“.

Die BI jedenfalls nimmt die Ankündigung von Hessen-Forst und die Ankündigung einiger Gemeinden in Hessen zum Anlass, sich auch dieses Aspekts der Waldbewirtschaftung anzunehmen, heißt es abschließend in der Pressemitteilung der BI.

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