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Sankt Gottfried füllt sich mit Fotos

BUTZBACH. Fotos von Gemeindemitgliedern stehen seit kurzem in der Kirche Sankt Gottfried als Symbol für die Verbundenheit trotz Coronavirus-Vorschriften.

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Pfarrer Tobias Roßbach zur Situation in der Kirche / Zum Gebet maximal zwei Anwesende erlaubt

BUTZBACH (pe). „Trotz der momentanen Ausgehbeschränkung füllt sich unsere Sankt Gottfriedskirche in Butzbach wieder“, schreibt Pfarrer Tobias Roßbach in einer Mitteilung. Viele sind bereits der Bitte gefolgt und haben ein Foto von sich und ihren Lieben geschickt (die BZ berichtete). „Die Bilder haben auch schon einen Platz in den Kirchenbänken gefunden, aber bekanntlich ist Sankt Gottfried groß. Da passen also noch jede Menge rein.“ 

Die Fotos von denen, die im Augenblick nicht miteinander Gottesdienst feiern können, sind nach Roßbachs Worten ein Zeichen der Verbundenheit untereinander: „Trotz räumlicher Trennung sind wir im Gebet vereint. Dieser Gedanke kam auch in der Feier des Großen Gebetes am Sonntag zum Ausdruck, das zum ersten Mal hinter verschlossenen Türen in der Schwesternkapelle stattfand. Unsere vier indischen Ordensfrauen und der Pfarrer haben von der morgendlichen Messe an bis zur Vesper am Abend die Anliegen und Nöte der Menschen in Butzbach und in der ganzen Welt vor Gott im Heiligen Altarsakrament gebracht.“ Auch das dreimalige Läuten aller Kirchenglocken über den Tag soll ein tröstliches Zeichen für alle sein, die jetzt ihre Wohnungen nicht verlassen sollen. 

Die Kirche ist den ganzen Tag über geöffnet: zum persönlichen Gebet, zum Nachdenken, zum Anzünden einer Kerze. „Dabei ist jedoch zu beachten, dass auch hier die neuen Regelungen gelten und sich maximal zwei Personen gleichzeitig im Gotteshaus aufhalten dürfen“, so Roßbach. 

„Über die Homepage www.katholische-kirche-butzbach.de versuchen wir, aktuelle Nachrichten und geistliche Angebote auch weiterhin an alle Angehörigen der Pfarrei zu richten. Leider erreichen wir damit nur den Teil der Menschen, die im Internet sind“, bedauert der Pfarrer. 

Eine Anregung aus der Gemeinde war es daher, wenigstens eine geistliche Verbindung unter allen herzustellen, die zur Pfarrei Sankt Gottfried gehören. „Wir möchten daher alle einladen, an jedem Donnerstagabend um 19.30 Uhr ein gemeinsames Vaterunser und Gegrüßet seist du, Maria zu beten.“ Zu dieser Zeit findet in der Schwesternkapelle die eucharistische Anbetung statt. „So knüpfen wir eine Gebetskette unter denen, die im Moment – vielleicht alleine – in ihren Wohnungen sitzen. Wir wollen voll Zuversicht zusammen diese Zeit der Prüfung überstehen in dem Bewusstsein: Gott lässt uns nicht allein“, betont Roßbach.

BUTZBACH. Erstmals fand in Sankt Gottfried Butzbach das Große Gebet ohne Gemeinde in der Kirche statt.

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