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Satirische Akzente zum Jubiläum 

GRIEDEL. Vor 1250 Jahren wurde Griedel erstmals urkundlich erwähnt. Das wird am Mittwoch, 19. Dezember, gefeiert.

1250-Jahr-Feier Am Mittwoch, 19. Dezember, Festabend in Griedel mit Dr. Dieter Wolf und Martin Guth

GRIEDEL (jw). Am Mittwoch, 19. Dezember, ab 18.00 Uhr wird das Jubiläum 1250 Jahre Griedel im Bürgerhaus Griedel festlich begangen. Am 2. September 768 wurde erstmals eine Siedlung unter dem Namen „Gredewilre“ im Rahmen eines Schenkungsaktes in den Registern des Klosters Lorsch erwähnt. Damit ist Griedel eines der ältesten Dörfer in Oberhessen. Auf Initiative von Magistratsmitglied Dieter Söhngen hat sich der Ortsbeirat von Griedel entschlossen einen Festabend zu veranstalten. 

Wenn ein Ort sein 1250-jähriges Bestehen feiert, ist es auch ein Ausdruck dafür, dass es sich lohnt, in Griedel zu leben. Ministerpräsident Volker Bouffier äußerte sich zu solchen Jubiläen, die begangen werden: „Ein Jubiläum regt an, sich mit der Geschichte seiner Heimat auseinanderzusetzen. Der Rückblick wie auch das gemeinsame Feiern sorgen dafür, dass die Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerät und ein Weg in die Zukunft geöffnet wird. Wer die Zukunft gestalten will, muss die Vergangenheit kennen. Wenn wir eine Zeitspanne von 1250 Jahre betrachten, so sollten wir uns auch an die im historischen Maßstab beispiellose Lebensqualität erinnern, durch die unsere Zeit in Europa geprägt ist. Wer die vergangenen Jahrhunderte Revue passieren lässt, stellt fest, dass uns unsere Zeit Bedingungen bietet, wie es sie nie zuvor gegeben hat. Festzuhalten ist dabei, dass unser Wohlergehen auf dem Einsatz früherer Generationen wie auf dem der heutigen Generation beruht.“

In einem Dorf wie Griedel kennt jeder jeden und weiß über jeden alles. Grund dafür sind sowohl die verwobenen verwandtschaftlichen Beziehungen als auch die überschaubare Einwohnerzahl und die besonders gut funktionierende interaktive Kommunikation in Form der „stillen Post“ – am Ende sind News und Fake News kaum mehr zu trennen. Die Moderation des Festabends übernimmt der Kabarettist Martin Guth, der natürlich auch satirische Akzente setzten wird. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von Gesangsbeiträgen des Kinderchores „Griedeler Chorwürmchen“. Hauptredner des Festabends ist Dr. Dieter Wolf, der Butzbacher Museumsleiter. Wolf ist einer der profundesten Kenner hessischer Landes- und Regionalgeschichte sowie der Geschichte Butzbachs und seiner Stadtteile. Er hält einen Vortrag zur Historie Griedels.  

Der Festabend beginnt um 18.30 Uhr mit einem Sektempfang. In der heutigen Zeit ist es wichtig sich mit der Heimat und deren Geschichte zu beschäftigen, um die Gegenwart zu verstehen und die Zukunft gestalten zu können. Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, sagte zum Thema Heimat: „Das Gefühl von Heimat hat viel mit persönlicher Erinnerung zu tun. Insofern liegt der Begriff ,Heimat‘ älteren Menschen naturgemäß näher. Das heißt aber nicht, dass Heimat für jüngere, global orientierte Menschen nicht von Bedeutung wäre. Auch sie sind verwurzelt und haben Heimatgefühl, auch wenn ihnen das vielleicht noch nicht so bewusst ist wie den älteren. Heimat ist ein Thema für jeden Menschen.“ 

Der Festabend soll für Jung und Alt ein Einblick in die Geschichte von Griedel in den letzten Jahrhunderten geben. Das Organisationsteam unter der Leitung Söhngens dankt Marvin Grieb für den Entwurf des Logos „1250 Jahre Griedel“ und würde sich freuen, an diesem Abend zum 1250. Geburtstag von Griedel viele Gäste begrüßen zu können.   

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