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Schimmel steckt in Putz und Farbe

BUTZBACH. Das neue Mehrfamilienhaus der Butzbacher Wohnungsgesellschaft „Am Hetgesborn“ steht kurz vor der Fertigstellung. Ehemalige Bewohner des Hochhauses in der Pohl-Gönser Straße im Degerfeld, das nach einem Brand  unbewohnbar wurde, erhalten dort neue Wohnungen. 

Nach dem Hochhausbrand im Degerfeld inzwischen fast alle Mieter mit Wohnraum versorgt

BUTZBACH (thg). Bis auf eine Familie haben alle ehemaligen Bewohner des Hochhauses in der Pohl-Gönser Straße 5 im Degerfeld ein neues Zuhause gefunden, das sie bereits bezogen haben oder in Kürze beziehen können. Das sagte der Geschäftsführer der Butzbacher Wohnungsgesellschaft, Alexander Kartmann, gestern. Im Haus, das nach einem Brand des Daches unbewohnbar geworden ist, macht unter anderem der Schimmel Probleme. Dass es sich um einen Versicherungsfall handelt, sei bereits geklärt. Die Polizei habe bislang nur einen technischen Defekt ausgeschlossen, aber noch keine Brandursache genannt, so Kartmann. 

Er nannte Beispiele. Elf Mietparteien sind auf unterschiedlichen Wegen mit einer neuen Wohnung versorgt, drei haben privat etwas gefunden. Drei weitere sind derzeit privat untergekommen, sollen aber in drei bis vier Wochen in das neue Haus der BWG Am Hetgesborn umziehen, das derzeit fertiggestellt wird. Drei Hotel-Unterbringungen und eine in einer Ferienwohnung gibt es zudem aktuell, für drei davon ist auch ein Hetgesborn-Einzug geplant. 

Das Hochhaus ist im aktuellen Zustand nicht bewohnbar. In der vergangenen Woche wurde das Dach abgedichtet, damit Niederschläge nicht mehr eindringen können, wie Kartmann berichtete. In allen Wohnungen stünden Entfeuchter. Ein Bauchemiker der Versicherung habe alle Wohnungen untersucht und den Schaden analysiert. 

Die Wohnungen würden geleert. Teils stecke wegen der Feuchtigkeit durch Löschwasser der Schimmel im Putz, der von den Wänden entfernt werden müsse. Auch Schadstoffe nach dem Löschen müssten entfernt werden, ebenso in Teilen der beschädigte Estrich. Auch im Treppenhaus falle die Farbe wegen der Feuchtigkeitsschäden von den Wänden. „Es gibt dynamische Prozesse, die den Schaden noch verändern“, so Kartmann. 

Dass die Versicherung zahlt, sei klar. Zwei Optionen, die Aufsichtsrat und Politik besprechen müssten, gebe es. So könnte das Gebäude so wiederhergestellt werden, wie es am 24. Februar vor dem Brand war. Oder es könnten die Schäden beseitigt und dann eine Generalsanierung begonnen werden. 

„Wir sind für unsere Mieter da“, sagte Kartmann außerdem, angesprochen auf Maßnahmen wegen des Coronavirus. „Unsere Hausmeister müssen da sein“, sagte er. Sie seien „strikt getrennt“ voneinander, um gegenseitige Ansteckungen zu verhindern. Sie kämen auch mit Mietern in Kontakt. Wichtig sei es, dass sie weder die Mieter noch sich selbst gefährden. 

Den größten Anteil der 25 BWG-Mitarbeiter macht mit 18 die Verwaltung aus. Teils arbeiten die Mitarbeiter bereits im Homeoffice. Die BWG ist auch online verfügbar. Unter den Rahmendbedingungen der Corona-Pandemie bat Kartmann aber auch bei den Mietern dafür um Verständnis, dass unter Umständen kleinere Dienstleistungen in den Wohnungen nicht immer sofort erledigt werden können. 

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