Schon kleiner Piks gibt Aufschluss

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Schon kleiner Piks gibt Aufschluss

BUTZBACH. Aufklärung ist wichtig, denn Diabetes ist eine weltweit rasant zunehmende Erkrankung und kann jeden treffen. Das Foto zeigt Nicolas Esber, Priester der St. Petrus- und Paulus-Gemeinde, und Dr. Peter Rothkegel. Text + Foto: win

AKTION – Lions-Club Butzbach informiert in orthodoxer Gemeinde in Butzbach über Diabetes mellitus

BUTZBACH (win). Diabetes ist eine weltweit rasant zunehmende Erkrankung und kann jeden treffen. In Deutschland werden aktuell rund 6,5 Millionen Diabetiker ärztlich betreut. Bei weiteren zwei Millionen an Diabetes erkrankten Menschen ist die Krankheit noch nicht diagnostiziert und entdeckt. Lions Clubs International hat nun eine weltweite Aufklärungskampagne über Diabetes mellitus gestartet. Der Lions- Club Butzbach hat es sich zur Aufgabe gemacht, in der Region über die Krankheit aufzuklären, Betroffene über die Vorbeugung zu informieren und bei der Umsetzung aktiv zu unterstützen.

Aus diesem Grund waren die beiden Butzbacher Mediziner und Lions-Mitglieder Dr. Peter Rothkegel und Alexander Koop am Sonntag zu Gast in der St. Petrus- und Paulus-Gemeinde. In einem einstündigen Vortrag informierte Rothkegel die rund 50 Gemeindemitglieder über die Entstehung der Krankheit, deren Folgen und was man dagegen tun kann. Im Anschluss ermittelte der Internist Koop mit einem kleinen „Piks“ bei vielen Gästen den Langzeit-Blutzuckerwert. Schon nach wenigen Minuten stand das jeweilige HbA1c-Testergebnis fest. 

Der HbA1c ist der glykolisierte Anteil des Hämoglobins (roter Blutfarbstoff) und ein wichtiger Laborwert bei Diabetes. Er erlaubt einen Rückschluss auf die Blutzuckereinstellung der letzten acht bis zwölf Wochen. Ob ein Mensch an Diabetes erkrankt ist, lässt sich mit einem Langzeit-Blutzuckertest feststellen. 

Die Erkrankung kann einerseits durch eine genetische Veranlagung (zehn Prozent Diabetes Typ 1) entstehen. Sie ist andererseits aber zu einem Großteil abhängig von der individuellen Lebensführung (90 Prozent Diabetes Typ 2). Bewegungsarmut und Fehlernährung spielen dabei eine Rolle. Der Krankheitsverlauf entwickelt sich schleichend. In Europa ist Diabetes der häufigste Grund für Erblindung. Aber auch Bluthochdruck, Schlaganfall, Herzinfarkt oder Nierenversagen gehören zu den schweren Langzeitfolgen. 

Der Vorsitzende der St. Petrus- und Paulus-Gemeinde, Yusuf Firsatbul, und Priester Nicolas Esber sowie die Gemeindemitglieder bedankten sich bei Rothkegel und Koop und seinem Team für den Vortrag und die Impulse. In den kommenden Wochen und Monaten wird der Lions Club die Bevölkerung verstärkt mit öffentlichen Aktionen zum Thema Diabetes informieren. 

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