Schrenzerschüler kochten nach Rezept von Fernsehkoch Tim Mälzer

Concordia-Mitglieder sammelten 500 Euro für ukrainische Flüchtlinge
19. April 2022
Pflanzentauschbörse auf dem Frühlingsmarkt in Griedel
20. April 2022

Schrenzerschüler kochten nach Rezept von Fernsehkoch Tim Mälzer

BUTZBACH. Das Foto entstand beim Praktikum zur beruflichen Orientierung und zeigt v.r.: Marie Zoe Rühl, Rüdiger Angelstein, Philipp Bludau, Theo Laue, Armin Berovic und Quartiersmanagerin Senel Ayana. Foto: Aaron Löwenbein

Praktikum zur beruflichen Orientierung in Kooperation mit dem Quartiersmanagement

BUTZBACH (pi). Bei einem Praktikum zur beruflichen Orientierung ging es darum, Produktionsabläufe wie in einem Betrieb umzusetzen. Basis des Tuns ist die Kooperation zwischen der IGS Schrenzerschule und dem Quartiersmanagement im Degerfeld. Auf dem Plan stand, ein Gericht in der semiprofessionellen Küche des Quartierszentrums streng nach einem Rezept des Fernsehkochs Tim Mälzer – bestehend aus 14 Einzelprodukten, die mit den verschiedensten Maßeinheiten versehen sind, und die es galt, auseinanderzuhalten –nachzukochen und dies ohne größere Hilfe und ohne ständig einen Pädagogen zu fragen. 

Im Betrieb ist es auch allgemein gültig, dass nach einer Arbeitsanleitung oder einer Zeichnung produziert und sich exakt an die Vorgaben gehalten wird. Das ist nicht einfach, weil in den Betrieben eine bestimmte Fachsprache üblich ist, die ein Schüler noch gar nicht kennt. Bei einem Rezept ist das ähnlich und es kam darauf an, dass – obwohl viele Köche das Gericht zusammen hergestellt haben – es niemand verdorben hat. Eine kleine Verwechslung hat allerdings kurzzeitig das Projekt ins Wanken gebracht, als die Maßeinheit für den Cayennepfeffer mit 100 ml zum Einsatz kam. Der dadurch entstandenen „pfeffrigen Note“ wurde mit dem zusätzlichen Einsatz von Milch etwas entgegengesteuert.  

Nach ca. 70 Minuten war das Gericht „Mac’n Cheese mit Gemüse“ weitgehend fertig. Den Jugendlichen konnte man die Freude und auch die Anstrengung deutlich ansehen, so der Praktikum betreuende Lehrer der Schrenzerschule, Rüdiger Angelstein, der sich die einzelnen Arbeitsvorgänge erklären ließ und sehr angenehm überrascht war, dass es selbst beim Tischdecken sehr professionell zuging. Die Tischdekoration – bestehend aus Rosmarinzweigen – verbreitete neben der Optik auch einen angenehmen Geruch. 

Es hat sich wieder gezeigt, dass komplexe Sachverhalte dann sehr gut vermittelt werden können, wenn ein Bezug zum jeweiligen Produkt hergestellt werden kann. Jeder Jugendliche wusste, dass ohne Rezept, ohne Vorgaben das Produkt/Essen nicht herzustellen ist. Deshalb beschäftigten sie sich mit den komplexen Zusammenhängen und hatten ihre Freude am Endprodukt, das auch noch sehr gut geschmeckt hat.

Die Veranstalter Senel Ayana und Aaron Löwenbein haben nun veranlasst, das elterliche Umfeld in die Berufsorientierung der Jugendlichen mit einzubauen. Sie werden motiviert, ihre Eltern bzw. Familienmitglieder zu fragen, welche Berufe sie ausüben und welche Tätigkeitsfelder dazu gehören. So soll beim nächsten Termin ein elterlicher Betrieb einer Schülerin erkundet werden – ein Eiscafé.

Das Projekt wird unterstützt vom Landesprogramm „Sozialer Zusammenhalt“. Dadurch werden nicht nur Großprojekte wie das geplante Erlebnisareal „Vicus Romanus“, sondern auch soziale orientierte Erlebniseinheiten gefördert.

Comments are closed.