Schüler sollen mehr mit dem Fahrrad zur Schule fahren, damit weniger Elterntaxis

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Schüler sollen mehr mit dem Fahrrad zur Schule fahren, damit weniger Elterntaxis

BUTZBACH. Sechs neue Pedelecs wurden im Hof der Polizeistation Butzbach an die Polizeibeamtinnen und -beamten der Jugendverkehrsschulen übergeben. Text + Foto: pf

In Butzbach wurden sechs Pedelecs für Jugendverkehrsschulen übergeben

BUTZBACH. (pf) Über sechs neue Pedelecs konnten sich jetzt die Polizeibeamtinnen und -beamten der drei Jugendverkehrsschulen des regionalen Verkehrsdienstes Wetterau mit Sitz in Butzbach freuen. Die Pedelecs bieten nur dann Motorunterstützung, wenn man in die Pedale tritt. Sie sind so gebaut, dass sie sowohl von den Polizisten als auch den die Ausfahrt der Schülerinnen und Schüler begleitenden Eltern gefahren werden können. Damit sollen die Eltern und auch die teilnehmenden Kinder stärker für das Ziel „Eigenständiges Fahren zur Schule per Rad“ interessiert werden. Finanziert wurden die Pedelecs vom hessischen Verkehrsministerium.

An der Übergabe im Hof der Butzbacher Polizeistation nahmen Vertreter der Verkehrswacht Wetterau, des Polizeipräsidiums Mittelhessen, des Wetteraukreises sowie des Verkehrs- und des Kultusministeriums teil. Philipp Leichner, der Vorsitzende der Verkehrswacht Wetterau, begrüßte die Anwesenden und ging auf die von der Gesellschaft angestrebte Verkehrswende ein. So sollten Schüler mehr mit dem Fahrrad zur Schule fahren, damit die Zahl der sogenannten Elterntaxis zurückgehe. 

Heinz Euler, ebenfalls Verkehrswacht Wetterau, stellte eines der Ziele seiner Organisation „Fit für die anstehende Verkehrswende“ vor. Es sei leider eine Tatsache, dass Kinder oft nicht ausreichend Fahrrad fahren können. Die Verkehrswacht habe daher ein Programm „Praktische Übungen zum Radfahren für Vorschulkinder und Erstklässler“ entwickelt. Die Verkehrswacht möchte auch Lehrer in den Grundschulen in der Sache Fahrradfahren fortbilden und Eltern stärker in die Übungen der praktischen Fertigkeiten ihrer Kinder mit dem Fahrrad einbeziehen. 

Dr. Klaus Dapp vom Verkehrsministerium dankte den Beamtinnen und Beamten der Verkehrsschulen für ihr Engagement. Ihre Arbeit mache Radfahren sicherer. 

Bernd Paul, der Präsident des Polizeipräsidiums Mittelhessen, meinte in seiner Rede, Fahrrad fahren zu können sei eine Grundfunktion wie schwimmen können. Beim Fahrradfahren mit Kindern sollten Eltern immer ein Vorbild sein, zum Beispiel einen Helm tragen. Paul dankte der Verkehrswacht für ihre Unterstützung der polizeilichen Verkehrsschulen. 

Martin Frank, der Leiter des regionalen Verkehrsdienstes Wetterau, bedankte sich bei seinen Verkehrserziehern für ihre Arbeit. Gerade jetzt zu Coronazeiten sei die Verkehrserziehung eine ganz besondere Aufgabe, die aber hervorragend gemeistert werde. Ein Dank von Frank ging auch an die Verkehrswacht für deren sehr engagierte Unterstützung.

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