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Schutzmaßnahmen gegen Corona zur Erweiterung des Schulbetriebs

Mehr Präsenzunterricht ab Montag / Kreis informiert über Anschaffung von Lüftern und Baumaßnahmen

WETTERAUKREIS (pdw). Ab Montag, 22. Februar, wird in Hessen schrittweise wieder Präsenzunterricht in Schulen beginnen. Neben den Abschlussklassen werden dann auch die Jahrgangsstufen eins bis sechs die Schulen besuchen und in geteilten Klassen unterrichtet. An den Schulen im Wetteraukreis werden verschiedene Maßnahmen umgesetzt, um den Schulalltag während der Corona-Pandemie sicherer zu gestalten. Landrat Jan Weckler ist froh darüber, dass bereits viele Schulen die Möglichkeit ergriffen haben, aus den seit Dezember 2020 zur Verfügung gestellten Fördergeldern in den Hygieneschutz zu investieren.

Das Land stellt seinen Kommunen für Schutzmaßnahmen an Schulen und Kitas insgesamt 75 Millionen Euro aus dem Sondervermögen „Hessens gute Zukunft sichern“ zur Verfügung. Zusätzlich erbringen die Kreise und Kommunen noch einen Eigenanteil von 25 Prozent der Ausgaben. Den Zuwendungsbescheid hat der Wetteraukreis im Dezember 2020 erhalten. Landrat Weckler erläutert: „Allen 88 Schulen des Kreises stehen aus dem Sondervermögen je nach Schulgröße entsprechende Gelder zur Verfügung, die sie in den Hygieneschutz investieren können. 

Bereits im Dezember  hatte der Wetteraukreis bei den Schulen den Bedarf abgefragt. Förderfähig sind nicht nur dem Infektionsschutz dienliche Verbrauchsmaterialien wie Desinfektions- und Reinigungsmittel, Seife und Schutzmasken, sondern unter anderem auch CO2-Ampeln zum Bestimmen von Lüftungsintervallen, Plexiglastrennwände und Luftreinigungsgeräte für Räume, die nicht ausreichend gelüftet werden können. Seit Beginn des neuen Jahres bestellen die Schulen nun in Abstimmung mit dem Wetteraukreis, was sie benötigen, um die schrittweise Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts gemäß dem Hygieneplan des Landes vorzubereiten.

Regelmäßiges Lüften stellt neben Händewaschen und dem Tragen von Masken aus Sicht der Fachleute weiterhin eine der effektivsten Maßnahmen zum Reduzieren der Ansteckungsgefahr in geschlossenen Räumen dar. Aufgrund dessen haben viele Schulen die Möglichkeit genutzt, ihre Unterrichtsräume mit CO2-Ampeln auszustatten. Alle Unterrichtsräume, in denen kein ausreichender Luftaustausch stattfindet, werden – sofern möglich – baulich ertüchtigt. Aktuell prüft der Wetteraukreis, an welchen Schulen noch kurzfristig entsprechende Baumaßnahmen umgesetzt werden können. 

In den Unterrichtsräumen, die nicht ausreichend gelüftet werden können und für die bauliche Maßnahmen nicht möglich sind, kommen Luftreinigungsgeräte zum Einsatz, die ebenfalls aus dem Sondervermögen finanziert werden. Bisher wurden schon 50 teils mobile, teils fest installierte Luftreinigungsgeräte zentral vom Wetteraukreis beschafft und an insgesamt 19 Schulen geliefert. Bis Mitte März sollen noch 14 weitere Geräte an verschiedenen Schulen folgen. Der Einsatz der Geräte sei laut Umweltbundesamt dann empfehlenswert, wenn keine ausreichende Frischluftzufuhr, zum Beispiel durch das Öffnen von zwei Fenstern, ermöglicht werden könne. In allen anderen Fällen sei das Lüften die Schutzmaßnahme der Wahl.

„Der Beginn des Wechselunterrichts für die Klassen eins bis sechs sowie die Sicherstellung der Notbetreuung stellt nicht zuletzt aufgrund der notwendigen Hygienemaßnahmen eine organisatorische Herausforderung für die Schulleitungen und Lehrkräfte dar. Daher sollen die Maßnahmen vor allem dazu dienen, die Schulen bei den nächsten Schritten in Richtung einer Normalisierung des Unterrichtsbetriebs zu unterstützen“, so Weckler. 

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