Sebastian Girg – Arzt und Triathlet

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Sebastian Girg – Arzt und Triathlet

Jetzt sind sie wieder unterwegs in Wald und Flur. All die auch über den Winter hinweg beneidenswert durchtrainierten Sportlerinnen und Sportler dieser Region tauschen bei steigenden Temperaturen Laufband, Stepper und Spinning-Rad der Fittnessstudios gegen freiluftige Wald-, Feld- und Radwege. Blöd nur, dass sie dabei in aller Öffentlichkeit winterträgen Endvierzigern wie mir die sportliche Erbärmlichkeit schmerzhaft deutlich vor Augen führen. Ohne dass sie dafür etwas können, bereiten mir solche Trainingsverrückten, die schon 20 Kilometer gelaufen oder 100 Kilometer Rad gefahren sind, ehe sie sich sonntags gegen 9 Uhr zu ihrer Familie entspannt an den sonntäglich Frühstückstisch setzen, stets ein extrem schlechtes Gewissen. Noch mieser drauf komme ich nur im All-Inclusive-Jahresurlaub, für den ich mir ex-tra acht Kilo herunter gehungert habe, um dort in vollen Zügen reinzuhauen, bei gleichzeitigem Maximal-Faulenzen. Denn auch da laufen sie! Wenn ich morgens um halb zehn schlaftrunken auf den Balkon tapse, kommen diese Bettflucht-Asketen in ihren luftigen Muscle-Shirts gerade von ihrer zehn Kilometer langen Morgenstrecke am Meer zurück. „Wir sind hier im Urlaub und nicht auf der Flucht“, würde ich am liebsten vom Balkon herunterrufen, was ich mir aber verkneife, da meine Frau gerade von ihrem täglichen Morgen-Schwimmen kommt und voller Frische fragt, warum ich noch nicht fertig fürs Frühstück bin. Dort isst sie ballaststoffhaltiges Müsli, während ich zu Croissants, Rührei, Pan-Cakes und Weißbrot greife. Nein, ich lasse mir meinen Urlaub weder von Sport- noch von Gesundheitsfanatikern kaputt machen. Ich will im Urlaub Erholung, ich will loslassen und essen ohne Einschränkungen. Irgendjemand muss den All-Inclusive-Zuschlag ja rechtfertigen. Folgerichtig habe ich mein Übergepäck auf dem Rückflug nicht im Koffer, sondern auf den Rippen. Positiver Nebeneffekt: Er kostet beim Check-In keinen Zuschlag. Nun aber zum lebenden Beweis dafür, dass ehrgeizige und trainingsfleißige Extrem-Sportler überraschenderweise total nette Typen sein können. Auf einen Kaffee mit dem Butzbacher Arzt, Triathleten und „Ironman auf Hawaii“- Finisher Sebastian Girg.

Herr Girg, Sie sind kein gebürtiger Butzbacher, nicht wahr?

Sebastian Girg: Stimmt, ich bin 1976 in Braunfels geboren und habe dort meine Kindheit verbracht, ehe ich dann auf das Gymnasium Philippinum nach Weilburg bin, wo ich 1995 Abitur gemacht habe. 

Wie würden Sie Ihre Jugend in Braunfels beschreiben?

Sebastian Girg: Das kleinstädtische Braunfels war für uns Kinder perfekt. Wir hatten die Grundschule vor Ort und nachmittags waren wir oft mit unseren Fahrrädern unterwegs. Zudem gab es damals schon ein sehr reges Vereinsleben in Braunfels. Mein Steckenpferd war zunächst die Leichtathletik, etwas später entflammte dann meine Begeisterung für Tennis. Ich war einige Jahre recht erfolgreich im Braunfelser Tennisverein auf Bezirks – und Gruppenliga-Ebene aktiv, inklusive Trainerschein und Tätigkeit als Vereinsjugendwart.

Wie ging es nach dem Abi für Sie weiter?

Sebastian Girg: Nach dem Abi kamen für mich zwei Optionen in Frage, die ich beide gleich spannend fand: Architektur und Medizin. Ich entschied mich dafür, ein Architektur-Studium in Stuttgart zu beginnen und bin dafür vom beschaulichen Braunfels in die Großstadt Stuttgart gezogen. Das war einerseits der Sprung ins eiskalte Wasser, andererseits natürlich auch mega-spannend: erste eigene Bude, dazu eine vergleichsweise pulsierende Stadt mit vielen Ausgehmöglichkeiten. Während des Stuttgart-Jahres habe ich dann aber doch den Mediziner-Test nachgeholt und mich letztendlich final für die Medizin entschieden. Dafür bin ich dann zurück in die Region, nach Gießen. Auch wenn Gießen als Stadt nicht unbedingt eine Perle ist, habe ich mich dort als Student dennoch sehr wohlgefühlt, es gab in unserem Fachbereich einen tollen Zusammenhalt und wahnsinnig viele Uni-Feten. 

War damals schon klar, in welche medizinische Fachrichtung Sie gehen wollen? 

Sebastian Girg: Nein, mich hat dieses Medizinstudium ja gerade weger seiner fachlichen Breite, seiner Vielfältigkeit so fasziniert. Die Spezialisierung erfolgte dann erst gegen Ende des Studiums, eher durch ein unbewusstes Ausschlussverfahren. Zum Schluss blieb mein Wunsch, in einem Bereich arbeiten zu wollen, in dem kleine operative Dinge zum täglichen Geschäft gehören. Dies gepaart mit meinem weiter gewachsenen Interesse an Sport, legte die Orthopädie und die Unfallchirurgie nahe. Nach dem zweiten Staatsexamen habe ich dann über einen Freund eine wirklich tolle Doktorandenstelle in Innsbruck bekommen. Dort wurden für laufende Versuchsreihen in der anästhesiologischen Intensivmedizin Doktoranden gesucht. Man hat z.B. am jungen Schwein – weil dessen Kreislauf dem menschlichen recht ähnlich ist – ein Notfallmedikament in verschiedenen Versuchsreihen getestet. Das Schwein wurde dafür mit Eis heruntergekühlt, so dass es in etwa die Temperatur eines Lawinenverunglückten kurz vor dem Erfrieren hatte. Dann wurde das Notfallmedikament verabreicht und die Wirkung beobachtet, analysiert und ausgewertet. Der „Deal“ in Innsbruck war, dass ich dort ein Dreivierteljahr mitarbeitete und über einen dieser Versuche dann meine Doktorarbeit schreiben konnte, inklusive einer vollumfänglichen kompetenten Betreuung und sogar eines kleinen Salärs, was nicht unbedingt selbstverständlich war. Innsbruck war eine tolle Zeit in einer hübschen Stadt umgeben von imposanter Natur. Dazu viele junge Studenten, viele Kneipen, und jede Menge Lebensqualität. 

 Was folgte auf Innsbruck?

Sebastian Girg: Von Innsbruck aus ging es nach Leipzig, dort habe ich famuliert. Der Kontakt kam über einen guten Freund meines Bruders, der dort in der plastischen Chirurgie arbeitete …

Sorry, wenn ich unterbreche, Sie haben was? Ich kenne nur fabulieren …

Sebastian Girg: Als Medizinstudent muss man drei Famulaturen, also Pflichtpraktika sozusagen, absolvieren. Dabei habe ich Leipzig als Stadt kennen und lieben gelernt. Trotz der Größe hat Leipzig viel Grün und einen hohen Altbauanteil, dadurch viele wunderschöne Ecken. Da meine Frau und ich ohnehin zusammenziehen wollten, entschieden wir uns dazu, 2003 in Leipzig unsere Zelte aufzuschlagen und wären auch noch länger geblieben, hätte ich in der Nähe eine gute Anstellung gefunden. So musste ich mir alternativ etwas suchen, was mich fachlich irgendwie weiterbrachte. So kam es, dass ich hier in dieser Butzbacher Praxis 2005 ein praktisches Jahr absolviert habe.

Wie kam der Kontakt zustande?

Sebastian Girg: Über meine alten Tennis-Kontakte hier in der Region. Der Kollege Keemss hatte mich – auf eine Empfehlung eines Bekannten hin – als Trainer für das Tennis-Camp seines Sportärztekurses am Gardasee engagiert. Das habe ich dann über viele Jahre hinweg nebenbei gemacht, sodass wir uns gut kannten und stets Kontakt gehalten hatten. Das Jahr hier hat mir super gut gefallen, vom Fachlichen her, aber auch, was das Arbeitsklima betrifft. Anschließend fand ich dann im nordrhein-westfälischen Herten eine Ausbildungsstelle zum Facharzt. Ich habe dort zunächst zwei Jahre in der allgemeinen Chirurgie gearbeitet (Blinddarm, Schilddrüse, Leistenbrüche usw.), anschließend zwei Jahre in der Orthopädie und schließlich noch in der Unfallchirurgie. Da ich parallel schon aktiver Triathlet war, habe ich mich über eine Zusatzausbildung auch im Bereich der Sportmedizin weiterqualifiziert. 

Und dort waren Sie u.a. auch als Doping-Arzt und Team-Arzt in der 2. Fußball Bundesliga tätig, nicht wahr?

Sebastian Girg: Ja, das waren beides skurrile Zufälle. Zum einen war mein damaliger Chef bei einem recht bekannten Ruhrpott-Radrennen, dem „Bochum-Giro“, involviert. Über ihn kam ich zweimal als Notfallarzt (im Auto hinter den Rennfahrern) aber auch als Doping-Kontrolleur zum Einsatz. Bei der Fußball-Sache bin ich für den etatmäßigen Arzt des damaligen Zweitligisten SC Paderborn eingesprungen und bei einigen Auswärtsspielen als Teamarzt an der Seitenlinie. 2011 ergab sich dann die Chance, hier in diese Praxis als Gesellschafter einzusteigen. Man kannte und schätzte sich gegenseitig, insofern also gute Voraussetzungen für eine solche Ärzte-Kooperation.

Ein ganz schön heftiger Zick-Zack-Kurs quer durch Deutschland zzgl. Innsbruck. Würden Sie sagen, dass Sie als Gesellschafter der Praxis „Keemss, Bittner und Girg“, beruflich ‚angekommen‘ sind?

Sebastian Girg: Auf jeden Fall. Das ist genau die berufliche Konstellation, die ich gesucht habe und die mir auch tatsächlich gut tut. Durch diese Niederlassung und die damit verbundene Selbstständigkeit, kann ich mir meinen wöchentlichen Arbeitsalltag zu großen Teilen selbst organisieren. Mittwochs operieren wir bei uns im OP-Zentrum, ein Stockwerk tiefer. An den anderen Tagen habe ich ganz normal Sprechstunde, bei der täglich bis zu 50 Patienten mein Zimmer durchlaufen. Menschen, auf die ich mich individuell fokussieren muss, um möglichst optimal zu helfen. Wichtig ist mir dabei aber, dass die persönliche Ebene, die Chemie zwischen Patient und Arzt stimmt. Dazu versuche ich immer ein wenig mit den Patienten ins Gespräch zu kommen, ihnen – so Zeit ist – auch mal zuzuhören. 

Angekommen und sesshaft geworden, sind Sie aber nicht nur beruflich, sondern auch familiär, nicht wahr?

Sebastian Girg: Richtig. Ich habe eine tolle Frau, drei wunderbare Kinder und lebe in einem schönen Haus am Waldrand in einer wirklich hübschen Kleinstadt, in der alles fuß- oder radläufig zu erreichen ist. Hinzu kommt, dass ich hier wunderbare Bedingungen für meinen Sport vorfinde. Im Ruhrpott war es mühsam, längere und gleichzeitig einigermaßen ruhige oder gar ampelfreie Lauf- oder Radstrecken zu finden.

Wann und wie trat der Triathlon eigentlich in Ihr Leben? 

Sebastian Girg: Als junger Erwachsener begann ich mit Ausdauerläufen und steigerte mich bis hin zur Marathondistanz. Nach einer längeren Pause entfachte ein Kollege in Herten meinen sportlichen Ehrgeiz neu. Durch ihn fing ich wieder an zu trainieren und bestritt wieder Wettkämpfe. Nachdem wir das Laufen ausgereizt hatten, suchten wir uns das Radfahren als neue Herausforderung und absolvierten den einen oder anderen Duathlon (Laufen-Radfahren-Laufen). Da aber der Triathlon immer noch als Krone des Ausdauersports gilt, habe ich dann 2007 begonnen, schwimmen zu lernen. Klar konnte ich wie jeder andere schwimmen, aber z.B. nicht ansatzweise gescheit kraulen. Dafür musste ich richtig ackern und weiß noch genau, wie ich beim Kraultraining von zehnjährigen Mädchen abgehängt wurde. Das muss man mental erst mal verarbeiten. Aber auch hier blieb ich hartnäckig, gebe aber gerne zu, dass ich bei meinem ersten Triathlon die Schwimmstrecke nicht wie alle anderen gekrault, sondern Brust geschwommen bin. Meine Frau hatte damals als Zuschauerin zu einer Bekannten gesagt: „Guck mal, wie witzig, da schwimmt ja einer Brust“, bis sie merkte, dass das ihr Mann war. 

Ich vermute mal stark, Sie haben sich auch im Bereich des Triathlon-Sports Stück für Stück vorgearbeitet und verbessert …

Sebastian Girg: Ganz genau. Den Triathlon gibt es in verschiedenen Längen, von kürzeren (wie z.B. der heimische Maibach-Triathlon) bis hin zur Langstrecke, auch „Ironman“ genannt. Dieser beinhaltet 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und einen Marathonlauf über 42,195 Kilometer. Meinen ersten Ironman-Wettbewerb bin ich 2009 in Zürich gelaufen. Natürlich spukte mir schon immer der „Ironman auf Hawaii“ als ultimatives Ziel im Hinterkopf herum, allerdings kann man da nicht einfach hinfliegen und mitmachen, dafür muss man sich qualifizieren, beispielsweise über eine gute Zeit beim Frankfurter Ironman. Aber auch da gibt es Fallstricke, denn oft sind die 3300 Startplätze schon ein Jahr im Voraus vergeben. Das heißt, man muss sich anmelden und dann hoffen, dass in diesem Jahr in Sachen Vorbereitung und Training alles glatt läuft, keine längere Krankheit oder Verletzung dazwischenkommt. Für so ein Ziel stellt man im Prinzip ein Jahr lang sein Training und ein stückweit auch sein Leben darauf ein.

Was Sie 2017/2018 dann offenbar gemacht haben …

Sebastian Girg: Ja. Nach Zürich standen aber erst mal Hausbau und Familie im Vordergrund, so dass die Wettkämpfe etwas kleiner ausfielen. Für 2018 hatte ich aber den Frankfurter Ironman als Ziel ausgerufen und konnte mich dort zu meiner großen Freude für den Hawaii-Ironman in meiner Altersklasse qualifizieren, was natürlich alles bisher Erreichte in den Schatten stellte. Im Herbst war es dann so weit, meine komplette Familie (inklusive Eltern) hat mich begleitet und mitgefiebert.

Mit welchem Ziel sind Sie in dieses Rennen gegangen? 

Sebastian Girg: Mein persönliches Ziel war keine bestimmte Zeit, sondern auf einem ordentlichen Niveau durchzukommen. Aber wie das so ist, man trainiert ein Jahr lang und dann geht einem auf den ersten Metern im Wasser der Nasensteg der Schwimmbrille kaputt. So musste ich (als Kontaktlinsenträger) immer ein paar Meter blind kraulen, dann aufschauen, die Richtung anpassen und dann blind weiterkraulen. So ein unerwarteter Materialschaden gleich zu Beginn ist natürlich ein absoluter Motivationskiller. Aber ich habe mich durchs Wasser gekämpft, ehe es aufs Rad ging. Auch da hatte ich zwei Defekte, die natürlich nerven. Beim abschließenden Marathonlauf bin ich dann ganz schön eingegangen. Ab Kilometer drei hatte ich schon Krämpfe und es ging nur noch ums Durchkommen, egal gehumpelt oder gegangen. Insgesamt war Hawaii aber eine absolut überwältigende Erfahrung, vor allem auch deswegen, weil meine Familie mit dabei war und mich an der Strecke super unterstützt hat. Wenn du dann durch den Zielkanal läufst, sind das natürlich Endorphine pur. Es ist aber klar, dass ich so ein Unterfangen nicht jedes Jahr machen kann, allein vom Vorbereitungsaufwand her. Mein Sohn hat aber (schon vor Ort auf Hawaii) ausgerechnet, dass das nächste Mal, wenn der Hawaii-Ironman 2021 wieder in die Herbstferien fällt, ich parallel von unten her die nächste Altersstufe reiße. Das heißt, ich würde da erstmals in der M45-Gruppe starten und hätte dadurch in der Quali, aber auch vor Ort vielleicht einen kleinen biologischen Vorteil. Insofern würde ich es da eventuell nochmal angehen … Bis dahin mache ich Sport, so, wie er mir guttut und ich Lust dazu habe. Dabei komme ich auf vier bis sechs Stunden in der Woche – statt zehn bis 15 in der Vorbereitung auf die Ironmans 2018.

Da drängt sich natürlich die Frage auf, woher Sie als Arzt und zweifacher Familienvater die Zeit dafür nehmen?

Sebastian Girg: Ein durchdachtes Zeitmanagement, das Beruf, Familie und Trainingsvorgaben in Einklang bringt, ist tatsächlich extrem wichtig, aber auch kein Hexenwerk. Timemanagement hat mich schon immer interessiert und darüber habe ich auch schon Vorträge gehalten. Bei mir persönlich ist es so, dass ich mir zu Hause im Keller entsprechende Sport-Geräte hingestellt habe, u.a. ein Laufband und eine Trainingsrolle, auf die ich mein Rennrad montieren kann. Zudem versuche ich, Familienwege zu nutzen, kleinere wie größere. Einmal waren wir auf dem Rückweg von einem Besuch im Ruhrpott und meine Familie hat mich (und mein mittransportiertes Rad) im Siegerland ausgesetzt. Vor dort aus bin ich dann auf dem Bike nach Hause gefahren.

Kennt jemand wie Sie eigentlich so etwas wie einen „inneren Schweinehund“?

Sebastian Girg: Natürlich. Aber es gibt viele Motivationshilfen – mental, wie technisch – um ihn zu überwinden. Ich habe im Keller z.B. einen Bildschirm, mit dem ich virtuell Strecken abfahren kann. Wenn es da z.B. auf Mallorca in die Berge geht, wird die Rad-Rolle unter mir automatisch – entsprechend der jeweiligen Steigung – schwerer zu treten. Solche technischen Spielereien nutze ich schon gerne mal als Motivationshilfe. Auch Musik hilft mir, vor allem Techno puscht mich immer richtig gut. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn man voll auf ein Ziel fokussiertet ist, man gewisse Dinge irgendwann nicht mehr hinterfragt, sondern einfach macht – und der Körper sich auch daran gewöhnt.

Gibt es auf Ihrem sportlichen Level eigentlich so etwas wie Sponsoren? Ich meine, nach Hawaii kommt man ja nun auch nicht unbedingt mit der S-Bahn …

Sebastian Girg: Ja, ich hatte über private Kontakte zwei Sponsoren, die das Abenteuer Hawaii netterweise unterstützt haben: die Bau-Firma Hildebrand und „Bikes ’n’ Boards“.

Bitte vervollständigen Sie noch folgende Sätze: Wenn ich einen größeren Betrag in die Stadt Butzbach investieren dürfte, dann würde ich …

Sebastian Girg: … das Geld für den Aufbau einer attraktiven und vielfältigen Bar-, Bistro- Kneipen- oder Biergartenkultur verwenden. Wir haben viele tolle Restaurants hier, aber es fehlt so eine Art „Kneipenstraße“.

Zu Abend essen würde ich gern mal mit …

Sebastian Girg: … dem Deutschen Triathlon-Star Jan Frodeno.

Gute Laune macht mir …

Sebastian Girg: … der Frühling. Oder aber der Blick aus meinem Arbeitszimmer über die Wetterau.

Schlechte Laune macht mir …

Sebastian Girg: … verschwendete Zeit. Wenn ich z.B. vom Telekom-Techniker gesagt bekomme, er käme zwischen 9 und 16 Uhr und er kommt dann gar nicht.

Welche Schlagzeile möchten Sie gern mal in der Butzbacher Zeitung lesen?

Sebastian Girg: „Butzbacher gewinnt den „Ironman auf Hawaii“ (lacht).

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