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31. Juli 2020
Corona-Infektionen im Reichelsheimer Rathaus
31. Juli 2020

Sechs Corona-Neuinfektionen

WETTERAUKREIS. Übersicht über die Corona-Fälle in den Kommunen des Wetteraukreises.  

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Landrat Jan Weckler warnt davor, Pandemie auf die leichte Schulter zu nehmen

WETTERAUKREIS (pdw). Die Zahl der nachgewiesenen Fälle von Corona-Infektionen im Wetteraukreis lag am Donnerstag bei 400, sechs mehr als am Vortag. Die Neuinfektionen wurden aus Bad Nauheim (1), Bad Vilbel (1), Büdingen (2) und Reichelsheim (2) gemeldet. Die Zahl der aus der Quarantäne entlassenen Menschen liegt bei 356, zwei mehr als am Vortag.

Zieht man die Zahl der aus der Quarantäne entlassenen Menschen und die an oder mit Covid 19 Verstorbenen ab, gibt es aktuell im Wetteraukreis 31 mit Corona infizierte Menschen. Sie befinden sich überwiegend in häuslicher Quarantäne, zu allen hält das Gesundheitsamt engen Kontakt.

In stationärer Behandlung befinden sich sieben (fünf) Menschen. Eine intensivmedizinische Behandlung ist für zwei Patienten nötig (1).

Landrat Jan Weckler nimmt die neuen Infektionsfälle zum Anlass davor zu warnen, die Corona-Pandemie auf die leichte Schulter zu nehmen. „Die Lockerungen nach dem Lock down verleiten viele Menschen zu Sorglosigkeit, das gilt gerade auch für Reiserückkehrer aus Risikogebieten.“ Der Landrat erinnert daran, dass für Reiserückkehrer aus Risikogebieten eine Melde- und Quarantänepflicht besteht. Bei Nichteinhalten drohen empfindliche Bußgelder. 

Geradezu fassungslos macht die Sorglosigkeit eines jungen Reiserückkehrers. Der Mann kam aus seinem Urlaub in Südeuropa und wurde vom Reiseveranstalter darauf aufmerksam gemacht, dass er unmittelbaren Kontakt mit einem corona-infizierten Mitreisenden hatte. Der junge Mann hielt die Meldung für einen Scherz und wandte sich erst nach mehr als einer Woche an das Gesundheitsamt, nachdem die typischen Symptome der Infektion auftraten und er sich darüber sorgte, ob er in der nächsten Woche eine neue Arbeitsstelle antreten könne. „Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitsamt bedeutet ein solcher Fall jetzt erhebliche Nacharbeit, um alle Kontakte seit der Rückkehr des jungen Mannes zu informieren und gegebenenfalls Quarantäne anzuordnen“, macht Landrat Weckler auf die Konsequenzen eines solch leichtsinnigen Verhaltens aufmerksam. 

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