Sechs Stadtteile, ein gemeinsames Ziel

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Sechs Stadtteile, ein gemeinsames Ziel

BUTZBACH. Eine „Zukunftswerkstatt Am Philippseck“ veranstalteten die Vertreter von sechs Butzbacher Stadtteilen.

ZUKUNFTSWERKSTATT –  Entwicklung des Philippsecks: Freizeit, Erholung, Tourismus und „Hubertus“

BUTZBACH (pid/thg). Die sechs Butzbacher Stadtteile Bodenrod, Fauerbach, Hoch-Weisel, Maibach, Münster und Wiesental haben sich im so genannten Teilraum „Am Philippseck“ zusammengetan, um gemeinsam über die Zukunft nachzudenken. Ziel der sechs Stadtteile Bodenrod, Fauerbach, Hoch-Weisel, Maibach, Münster und Wiesental ist eine gemeinsame Entwicklung im Philippseck. 

Im Rahmen der Erarbeitung eines Teilraumkonzeptes haben die Stadtteile über Fragen der Innenentwicklung, über Freizeit und Erholung sowie über die Förderung des Tourismus nachgedacht. Anlass dafür ist die geplante Reaktivierung des Jugendgästehauses des Wetteraukreises „Hubertus“ sowie die Fortführung der Arbeiten des Forschungsvorhabens „Dorf und Du“, das die Innenentwicklung Butzbachs fördern soll. Gleichzeitig gliedert sich das Konzept in den laufenden Stadt-entwicklungsprozess „Butzbach bewegen“ ein. 

Bereits im Mai fanden in den einzelnen Stadtteilen Ortsbegehungen statt. Die Arbeitsgemeinschaft „Stadt-
entwicklung 360°“, Dr. Andrea Soboth und André Haußmann, besuchten die Stadtteile und wurden von den Ortsvorstehern durch den Ort geführt. Als Ansprechpartnerin der Stadt zu Fragen der Innenentwicklung war auch Melanie Geier dabei, sodass die Situation der Innen-entwicklung an Ort und Stelle angeschaut und dokumentiert werden konnte. Ebenso wurde über die möglichen Entwicklungschancen in Bezug zum Tourismus und im Bereich Freizeit und Erholung gesprochen. Die geplante Reaktivierung des „Hubertus“ kann dabei für die Stadtteile einen wichtigen Entwicklungsimpuls geben. „Aber wir als Philipps-eck wollen auch mit Angeboten in unseren Dörfern mithelfen, dass der Hubertus wieder mit Leben gefüllt wird“, waren sich die Ortsvorsteher der beteiligten Stadtteile einig. Große Chancen wurden hier insbesondere in den Bereichen Wandern, Natur erleben und Gesundheitstourismus gesehen.  

BUTZBACH. Das Foto entstand auf einer Ortsbegehung in Wiesental im Mai.

Im Rahmen eines gemeinsamen Treffens der Stadtteile im Dorfgemeinschaftshaus Maibach wurden konkrete Ansätze zur Umsetzung der Entwicklungschancen ausgelotet. Zusammen mit der Stadt sollen im Bereich der Innenentwicklung konkrete Anstrengungen zur Aktivierung von Baulücken und Leerständen unternommen werden. Dies soll in einer Kampagne nach den Sommerferien angegangen werden. 

Im Bereich Tourismus, Freizeit und Erholung wurde herausgestellt, dass die Stadtteile in einer wertvollen und schönen Kulturlandschaft mit naturräumlichen Besonderheiten liegen. Auch kulturell ist der Teilraum reizvoll, finden sich hier doch das Erbe von Römern und Kelten sowie das nicht mehr sichtbare „Schloss Philippseck“. Dieses kulturelle Erbe gilt es wieder stärker ins Bewusstsein zu bringen. Ebenso waren sich die Stadtteil-Vertreter darin einig, dass mit Blick auf die Reaktivierung des Hubertus das Thema Wandern im Teilraum vorrangig ist. Daran wollen die sechs Stadtteile weiterarbeiten und ein stimmiges Wanderkonzept mit entwickeln. 

Wie weit der Wetteraukreis mit seinen Plänen für das frühere Jugendgästehaus ist, das zuletzt als Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge diente, war gestern bis Redaktionsschluss nicht zu erfahren. Im Frühjahr hatte sich Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch auf der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Butzbach zum Thema geäußert. Bis zum Herbst soll eine Machbarkeitsstudie vorgelegt werden. Über eine Erweiterung der Nutzungsmöglichkeiten werde nachgedacht.

Die Arbeit am Teilraumkonzept „Am Philippseck“ geht weiter und wird begleitend auch über den Internetauftritt der Stadt zum Stadtentwicklungsprozess veröffentlicht unter www.butzbach-bewegen.de. Das Konzept wird bearbeitet von Soboth (IfR Institut für Regionalmanagement) und Haußmann (Marketing Effekt).

 

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