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Silvia Wetz lieferte beste Braugerste

WETTBEWERB – Auszeichnung auf Tagung / 50 Euro Aufschlag für landwirtschaftliches Produkt

BUTZBACH (pm). Silvia Wetz aus Butzbach-Griedel gewann den Landes-Braugerstenwettbewerb. Die Auszeichnung nahm sie auf der hessischen Braugerstentagung in Darmstadt entgegen.

Der Braugerstenanbau wird traditionell stark von der Nachfrageseite bestimmt. Um für die kommende Saison die Weichen zu stellen, trafen sich Anbauer, Mälzer und Brauer zur Braugerstentagung in der Darmstädter Privatbrauerei.

Werner Wald, Vorsitzender des hessischen Braugerstenvereins, berichtete, der niederschlagsarme Winter habe im Frühjahr dazu geführt, dass der Eiweißgehalt vieler Braugerstenpartien zu hoch gewesen sei. „Es ist erfreulich, dass die Branche offensichtlich mit Zugeständnissen auf dieses Qualitätsproblem reagiert. Erfreulich ist auch, dass für Braugerste zurzeit deutlich mehr gezahlt wird als für Futtergerste.“

„Für die bodenschonende, energiesparende und erosionsmindernde pfluglose Bodenbearbeitung wäre das Glyphosat-Verbot ein schwerer Schlag“, so Wald. Nach seinen Informationen wurde bislang in hessischer Braugerste kein Glyphosat gefunden.

Carl Offergeld von der Raiffeisen-Warenzentrale Rhein-Main beurteilte die allgemeine Marktsituation für Ernteprodukte aufgrund der weltweit guten Versorgung und des relativ starken Euros als „unter Druck“, zumindest was die Preisnotierungen an der Agrarbörse Matif in Paris angehe. Hinsichtlich der Braugerstenvermarktung konnte er aber auch positive Signale vermelden, denn es bestünden keine Sommerbraugersten-Überhänge aus der Saison 2017. Außerdem bestehe Nachfrage nach Sorten aus dem Berliner Programm. Aktuell liege die Braugersten-Prämie – also der Preis-aufschlag zum Futtergerstenpreis – bei 40 bis 50 Euro.

Den ersten Platz im Braugerstenwettbewerb 2017 belegte Wetz mit der Sorte Avalon und 29 von 31 Punkten. Platz zwei ging an Roland Kraft, Trebur, ebenfalls mit der Sorte Avalon (28 Punkte), und Daniel Merz aus Nidda-Michelnau belegte mit der Sorte Tepee und 27 Punkten Platz drei.

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