„Sirene to go“ für äußersten Notfall

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„Sirene to go“ für äußersten Notfall

Katwarn Landrat Arnold und Katastrophenschützer Vetter werben für Nutzung der kostenlosen App

wetteraukreis (pdw). Mit der Handy-App Katwarn können sich Menschen in der Wetterau im Katastrophen- und Gefahrenfall offiziell Warnungen und Verhaltensinformationen direkt auf ihr Smartphone oder Handy senden lassen. Vor gut zwei Jahren hat Landrat Joachim Arnold den Start für Katwarn in der Wetterau gegeben. Jetzt wirbt er noch einmal für die verstärkte Nutzung.

„Ich würde mir wünschen, dass wenigstens zehn Prozent der Bürger ständige Nutzer der kostenlos erhältlichen Katwarn-App sind. Durch die Multiplikatorenwirkung im Familien- und Bekanntenkreis würden wir damit einen hervorragenden Wirkungskreis unserer ausgegebenen Warnungen im gesamten Kreisgebiet erreichen. Mit den jetzt genau 19 144 heruntergeladenen Apps und 167 Nutzern, die die Warnungen per SMS bekommen, hat sich die Zahl zwar binnen Jahresfrist mehr als verdoppelt, aber wir würden uns eine schnellere Entwicklung nach oben wünschen“, so der Landrat.

Fachleute sprechen von einer „Sirene to go“, ein Warnsystem in Ergänzung zu Radio- und Lautsprecherdurchsagen oder Sirenen. „Damit haben wir ein zusätzliches Instrument, um die Bürger umgehend und individuell über Gefahren informieren zu können“, wirbt Arnold für die Nutzung der Handy-App.

Hagen Vetter, zuständiger Sachbearbeiter für den Katastrophenschutz beim Kreis, erläuterte, dass sich die Behörden nur selten dieses Warn-Instruments bedienen, vielleicht ein- bis zweimal pro Jahr. „Deshalb wäre es sinnvoll regelmäßige Probealarme durchzuführen. Damit kann man dieses, im Bedarfsfall wichtige Kommunikationsmittel, wach halten.“

Vetter empfiehlt, trotz der seltenen Benachrichtigungen die App nicht voreilig zu löschen. „Natürlich liegt die seltene Nutzung auch an der Zurückhaltung der Verantwortlichen.“ Es soll aus nachvollziehbaren Gründen keine übermäßige Betätigung der App erfolgen, um nicht „inflationär“ zu werden und den „Schreck-Effekt“ eines Alarmes zu schmälern. „Gleichwohl könnte die App aber auch für niederschwellige Informationen, wie etwa Schulausfall, technische Störungen oder Straßensperrungen verwendet werden.“

Last Updated on 11. Oktober 2017 by Lothar Müller

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