Sparkasse bietet in Rockenberg und Gambach nur noch Selbstbedienung

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Sparkasse bietet in Rockenberg und Gambach nur noch Selbstbedienung

Begründung: Rückläufige Nachfrage nach persönlichem Service / Investitionen in Digitalisierung

BUTZBACH (pm/thg). Die pandemiebedingt geschlossenen Filialen der Sparkasse Oberhessen in Rockenberg und Gambach werden dauerhaft als Selbstbedienungsfilialen ohne Beratung weitergeführt. Das teilte das Geldinstitut gestern mit. Die Filiale in Ober-Mörlen wird zum Jahreswechsel zur Beratungsfiliale. 

Persönlicher Service in Filialen wird viel weniger nachgefragt, wie Frank Dehnke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oberhessen, erklärt. Immer mehr Menschen erledigen ihre alltäglichen Bankangelegenheiten online rund um die Uhr und mit sicherem Abstand. „Bereits vor der Pandemie war die Kundenfrequenz in kleineren Filialen stetig rückläufig und mit Corona erkannten noch mehr Kunden die Vorteile von unseren einfach zu nutzenden digitalen und medialen Service- und Beratungsangeboten“, so der Sparkassen-Chef. Inzwischen erledigten die Kunden rund zwei Drittel aller „Geschäftsvorfälle“ in der Sparkasse digital. „Auch ältere und vermeintlich weniger digital-affine Menschen nutzen zunehmend unsere Online-Filiale oder unser telefonisches Service-Angebot im Kunden-Service-Center.“

Die Sparkasse habe daher gemeinsam mit dem Verwaltungsrat entschieden, das Vor-Ort-Angebot neu zu strukturieren und an die Kundennachfrage anzupassen.

Die bereits seit März 2020 wegen der Pandemie für persönlichen Service geschlossenen Filialen in Rockenberg und Gambach werden nur noch als reine Selbstbedienungsstandorte weitergeführt. Geld aus- und einzahlen ist dort ebenso möglich wie das Ausdrucken von Kontoauszügen. 

Erhebliche Investitionen in Infrastruktur, Digitalisierung und schnelle Erreichbarkeit habe die Sparkasse vorgenommen, so Dehnke. Allein über das Service-Telefon 06031/86-9444 gingen pro Jahr 320 000 Anrufe – rund 1300 pro Geschäftstag – und 14 000 E-Mails ein. Hinzu kämen 4000 Chatanfragen. „Das Kunden-Service-Center ist damit unsere größte Filiale, die so nah am Kunden ist, wie keine andere im Geschäftsgebiet – nämlich nur einen Anruf entfernt“, wirbt der Vorstandsvorsitzende. Die üblichen Bankgeschäfte könnten so abgewickelt werden. Digitale Kommunikationswege würden immer stärker nachgefragt.

Weitere zehn Standorte in der Wetterau werden in SB-Filialen umgewandelt, beispielsweise in Bad Nauheim und Friedberg werden SB-Zweigstellen zusammengelegt. 

Dem Verwaltungsrat sei wichtig, dass sich die Sparkasse aus keiner Kommune, in der aktuell ein eigenes Angebot des Instituts besteht, zurückzieht. Meist sei ein Sparkassen-Standort innerhalb weniger Fahrminuten erreichbar. Für Beratungen kämen Mitarbeiter auch zu den Kunden nach Hause. Mehrere Millionen Euro wolle die Sparkasse in die Modernisierung der Beratungsstandorte investieren, so Dehnke. 

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