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SPD-Fraktion beantragt Fahrdienst zu Bank und Einkauf für Senioren

Butzbacher Magistrat soll Konzept ausarbeiten/Zusammenarbeit mit Taxibetrieben und Sozialträgern

BUTZBACH (pd). Die SPD-Fraktion hat einen Antrag zur Errichtung eines Senioren-Fahrdienstes in die Butzbacher Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Das teilt Vorsitzende Vera Dick-Wenzel mit. An einem oder zwei Werktagen pro Woche soll für ältere Bürger die Möglichkeit geschaffen werden, mit einem speziellen Fahrdienst in die Stadt gebracht zu werden und wieder nach Hause zu kommen, vergleichbar mit den „Senioren-Taxis“, die andere Kommunen bereits anbieten, beispielsweise in Zusammenarbeit mit den örtlichen Taxi-Unternehmen und sozial tätigen Organisationen. 

„Ein selbstbestimmtes Leben, auch im Alter und mit Behinderungen, führen zu können, ist ein wesentlicher Bestandteil der Lebensqualität. Hierzu gehört die Versorgung mit dem täglich Notwendigen“, so die SPD. 

„In vielen Stadtteilen und auch in Bereichen der Kernstadt, haben wir keine Lebensmittelläden, Metzger oder Bankfilialen. Nicht jeder hat Familienangehörige in der Nähe, die diese Besorgungen übernehmen. Ein Seniorenfahrdienst kann diese Defizite ausgleichen“, erläutert Dick-Wenzel. „Mit schweren Einkaufstaschen in den Bus, und von der Bushaltestelle noch ein ganzes Stück zu Fuß, möglicherweise noch bergan, wie in Hoch-Weisel, ist für viele Senioren nicht mehr leistbar“, betont sie. „Daher bitten wir den Magistrat, ein tragfähiges Konzept zu erarbeiten.“ 

Ein solcher Fahrdienst müsse finanziert werden. Der Magistrat soll prüfen, ob möglicherweise Zuschüsse zu generieren sind und Sponsoren gewonnen werden können. „Wir würden uns sehr über die Unterstützung der örtlichen Banken freuen. Durch die Schließung vieler Filialen und Abbau der Kassenautomaten in den Ortsteilen sind ja auch erhebliche Kosten eingespart worden“, so die Fraktionsvorsitzende der SPD. „Mehr Lieferservice-Angebote der ‚großen Fünf‘ auf dem Lebensmittelsektor wären sehr wünschenswert. Meines Wissens wird dieses Angebot nur von einem Supermarkt in Butzbach gemacht.“ 

Dick-Wenzel appelliert: „Gerade in dieser Zeit wird uns wieder bewusst, wie wichtig es ist, Senioren so lange wie irgend möglich einen Platz im Altersheim zu ersparen. Wir bitten daher alle Fraktionen, unseren Antrag an den Magistrat zu unterstützen.“ 

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