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SPD will intaktes Wegenetz schaffen

MÜNZENBERG – Zusammen mit Landwirten soll Prioritätenliste für Behebung von Schäden erstellt werden

GAMBACH. (HV). Für ein intaktes Wegenetz in der Stadt Münzenberg macht sich die SPD Münzenberg stark. Allenthalben sind mehr oder weniger große Schäden an den so genannten „Grüne-Plan-Wege“ festzustellen. Dieses wichtige Wegenetz erschließt Grundstücke im Außenbereich einer Stadtgemarkung. Und gerade die asphaltierten Wege sind durch zunehmenden Verkehr in Frequenz und Tonnage stark beansprucht. Auslöser der Wegenetz-Initiative der Münzenberger Sozialdemokraten ist die bekannte „Wingertegass“ im Stadtteil Gambach. Dieser Weg führt von der Landstraße nach Holzheim unter der Autobahn A 5 hindurch Richtung Dünner Wald und begrenzt einen ausgedehnten Streuobstwiesenbestand, die „Wingerten“. Dieser stark beanspruchte Weg weist teils bedenkliche Schadstellen auf, die dringender Behandlung bedürfen. Jedoch würde eine Komplettsanierung (Erneuerung und Verstärkung der Tragschicht und Oberfläche) mehrere Hunderttausend Euro kosten. Zuschüsse sind im Rahmen diverser Landesförderprogramme allerdings nicht zu erwarten, da der bestehende Verkehr durch einen stark frequentierten Aussiedlerhof mit Freizeitangebot hervorgerufen wird. Dennoch muss gehandelt werden, weil die Schäden am Weg mitunter an die Grenze der Verkehrssicherheit reichen. 

Die Münzenberger Parlamentarier haben daher in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung auf Vorschlag des Magistrates einer „abgespeckten“ Sanierungsversion zugestimmt, die immer noch über 130 000 Euro schwer ist – dabei werden nur die neuralgischsten Punkte aufgegriffen. Insbesondere der Übergang der „Wingertegass“ über den Altstädter Bach, der Kreuzungsbereich mit dem Altstädter Weg und der „Wassergass“ sowie ein Wegstück kurz vor dem Waldrand des „Dünnen Waldes“ sind Gegenstand der Reparatur- bzw. Sanierungsarbeiten, die im Rahmen der laufenden Jahresverträge mit dem entsprechenden Bauunternehmen abgearbeitet werden.

Damit aber nicht genug: Die SPD Münzenberg sieht einigen Sanierungsbedarf von Feld- und Asphaltwegen in allen Stadtteilen der Burgenstadt. Die unterjährigen Haushaltsmittel dürften dafür nicht auskömmlich sein. Um ein ausgewogenes Sanierungskonzept für alle Stadtteile erarbeiten zu können, soll unter Beteiligung aller Ortslandwirte nach dem Willen der SPD Münzenberg eine verbindliche und nachvollziehbare Prioritätenliste erstellt werden, die sodann vom Magistrat bzw. der Verwaltung sukzessiv abgearbeitet wird. So sollen Einseitigkeiten und Schwerpunktbildungen bei der Berücksichtigung von Wegeschäden vermieden werden. Gleichzeitig fordert die SPD Münzenberg eine angemessene Anhebung der Haushaltsmittel für diese Zwecke. Nachdem die schlimmsten Schäden im Feldwegenetz behoben sind, liegt der Ball dann bei der Landwirtschaft, auf die die SPD Münzenberg zugehen und „Nägeln mit Köpfen“ machen möchte. 

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