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Sperrmüll-Abgabe sechs Cent teurer

Gebühren Kreis verlangt mehr Geld auf dem Recyclinghof / Butzbach muss 300 000 Euro mehr aufbringen

BUTZBACH (thg). Die Abgabe von Müll auf den Wetterauer Recyclinghöfen wird teurer, so auch in Butzbach. Daher befasste sich der Haupt- und Finanzausschuss mit der Gebührensatzungsänderung, der die Politiker letztlich zustimmten. Stadt und Kreis verbindet eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zu den Entsorgungszentralen, sodass die Preise zu übernehmen sind.

Während Grünabfälle weiterhin sechs Cent je angefangenes Kilo kosten, wird jedes begonnene Kilo Sperrmüll ab Januar mit 18 statt bisher zwölf Cent berechnet. Drei Altholz-Klassen werden um einen Cent teurer auf zehn Cent, Bauschutt kostet ebenfalls einen Cent mehr und damit sechs Cent. Der Grünabfallpreis bleibt bei unverändert sechs Cent pro angefangenes Kilo.

Die Ausschussmitglieder diskutierten über die Frage, ob eine Erhöhung der Preise dazu führen könnte, dass vermehrt Müll „wild“ in der Landschaft entsorgt werden könnte. Andererseits würden auch jetzt schon Stoffe wie Grünschnitt illegal abgeladen, obwohl die Annahme am Recyclinghof kostenfrei ist. Wer jetzt seinen übrigen Müll gegen Gebühr dort abliefere, werde dies – vielleicht zähneknirschend, aber – auch weiterhin tun. Eine Abholung von Sperrmüll an der Straße als Alternative belaste dann wieder die Allgemeinheit mit Kosten.

Sigmar Leander, bei der Stadt für den Bereich zuständig, erläuterte, dass die Gebühren nun wieder angehoben würden, weil der Kreis in den Jahren 2014 bis 2017 Rücklagen abgebaut und Gebühren gesenkt hatte. Nun verlange der Kreis wieder mehr. Die Stadt Butzbach müsse an den Kreis etwa 300 000 Euro mehr zahlen. Aber zuvor sei auch ein Teil der Gewinne aus den Verkäufen von Altpapier vom Kreis an die Kommunen ausgeschüttet worden.

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