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Staatssekretär war beeindruckt von innovativer Tischlerei Holzfreude

 BUTZBACH/POHL-GÖNS. Staatssekretär Nimmermann beim Abschleifen eines Hockers in der Pohl-Gönser Schreinerei Holzfreude. Neben ihm (M.) Inhaber Julian Lauth und Hermann Hubing. Text + Foto: pf   

BUTZBACH/POHL-GÖNS (pf). Anlässlich des bundesweiten Tages des Handwerks besuchte Staatssekretär Philipp Nimmermann vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am Samstag die Tischlerei Holzfreude von Julian Lauth in Pohl-Göns. Auch Bürgermeister Michael Merle und Hermann Hubing vom Fachverband hessisches und rheinland-pfälzisches Tischlerhandwerk waren gekommen. 

Die Tischlerei Holzfreude wurde 2008 von Tischlermeister Julian Lauth gegründet. In Pohl-Göns pachtete er 2010 eine alteingesessene Schreinerwerkstatt, die 2013 gekauft wurde, und stellte sogleich den ersten Auszubildenden ein. Ziel seiner Arbeit war und ist eine individuell und nachhaltig arbeitende Möbelschreinerei für Privatkunden. Schräg gegenüber der Schreinerei wurde 2016 ein Grundstück gekauft, auf dem ein Gebäude mit Ausstellungsraum und zwei Wohneinheiten entstand. 

Vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft wurde Julian Lauth 2019 die Auszeichnung „Unternehmer des Jahres des Wetteraukreises“ verliehen. Hinzu kam im gleichen Jahr noch die Auszeichnung zum familienfreundlichen Unternehmen Wetterau aufgrund flexibler Arbeitszeitmodelle und weiterer Elemente der Personalentwicklung und Mitarbeiterführung. 

2020 übernahm Lauth noch eine alte Schreinerei im Landkreis Cochem-Zell als Zweigstelle seines Pohl-Gönser Betriebes. Heute arbeiten in der Tischlerei Holzfreude 34 Mitarbeiter, darunter allein vierzehn Auszubildende in zwei Berufen. Das Durchschnittsalter der Beschäftigten beträgt junge 28 Jahre. Zukäufe von anderen Firmen werden kaum getätigt, es wird fast alles selbst hergestellt. 

Staatssekretär Nimmermann zeigte sich beeindruckt von der in Pohl-Göns geleisteten Arbeit, die sehr innovativ und qualitätsvoll sei. In einem längeren Gespräch tauschten sich Lauth und Nimmermann über mittelständische Handwerksbetriebe aus, von denen immer mehr vor dem Aus stünden, da Nachfolger fehlten. Dieses Betriebssterben, hohes Ausbildungspotenzial im Tischlerhandwerk, Fachkräftemangel, Qualität und Innovation und Nachhaltigkeit im Handwerk allgemein waren hierbei einige der Themen.  

Hermann Hubing meinte hierzu, dass Julian Lauth es in Pohl-Göns geschafft habe, einen Betrieb vorbildlich aufzubauen. Bürgermeister Michael Merle sagte, dass es nicht einfach gewesen sei, mitten in Pohl-Göns einen Handwerksbetrieb anzusiedeln. Hier sei viel guter Wille aller Beteiligten erforderlich gewesen, zum Beispiel bei den vielen Genehmigungen. 

Anschließend wurde der Schreinereibetrieb der Holzfreude besichtigt, wo Staatssekretär Nimmermann beim Abschleifen eines Hockers seine handwerklichen Fähigkeiten beweisen musste.

 

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