Stadt Butzbach investiert weiter in die Umgestaltung ihrer Friedhöfe

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Stadt Butzbach investiert weiter in die Umgestaltung ihrer Friedhöfe

Baumaßnahmen in der Kernstadt, in Pohl-Göns, Bodenrod und Ebersgöns / Immer mehr Freiflächen

BUTZBACH (thg). Die Stadt Butzbach investiert weiter in die Umgestaltung ihrer Friedhöfe, speziell der Anlage in der Kernstadt. Das berichteten Bürgermeister Michael Merle, Markus Lambrecht und Dörte Knortz von der Stadtverwaltung. 

Mit der Mauersanierung auf dem Kernstadt-Friedhof ist man so gut wie durch. Im Bereich zur Stadtschule sei noch nicht einzugreifen. Der Denkmalschutz wurde im Zug des Projekts beteiligt und sei sehr zufrieden. Ein Denkmalschutz-Thema ist auch der Bereich der ältesten Gräber auf dem Friedhof. Die Schrift der Sandsteinplatten ist nicht mehr erkennbar, aber sie stammen auf jeden Fall aus der Zeit vor 1846. 

Die Mauerschäden selbst seien auf den Lebenszyklus des Bauwerks zurückzuführen. Aber auch frühere Nachbesserungen, die nicht erfolgreich waren, trugen zu den Schäden bei. Die Verwendung von zu hartem Mörtel sorgte etwa für Sprengungen im Gestein. Auch der Efeu-Bewuchs hatte negative Auswirkungen. Frostschäden seien letztlich nicht entscheidend gewesen. Die Fugen würden nun mit einem atmungsaktiven Mörtel gefüllt, der weicher sei als der Stein. Dank der maschinellen Verfugung könne das Material noch besser eingebracht werden und vor allem trockener als bei Handarbeit. Bis Ostern sollen die Mauer-Arbeiten erledigt sein. 

Im Bereich der Friedhofskapelle soll eine neue Toilette errichtet werden. Es soll eine barrierefreie Fertig-Anlage ähnlich jener am Bahnhof sein. Die Fassade werde der Kapelle angeglichen. Sie soll im Verlauf des Frühjahrs aufgestellt werden. 

Auf dem Soldatenfriedhof soll es Veränderungen geben, wobei die Gefallenen des Ersten und des Zweiten Weltkriegs räumlich getrennt werden. Der Vorplatz werde neu gestaltet. Die Kreuze werden wieder gesetzt, dann aber auf einer Rasenfläche, wenn der Magistrat dem Gesamtvorschlag zustimmt. Die Grundlage und die Materialien sollen erhalten bleiben. Auch in die Gestaltung in diesem Bereich wurde die Denkmalbehörde einbezogen. Auch mit dem Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge wurde die Planung besprochen. 

Außerdem befindet sich das Denkmal auf dem zwei Hektar großen Friedhof im sanierungswürdigen Zustand. In Abstimmung mit dem Denkmalschutz geht es dort um das Thema Bleiglas-Fenster und Barrierefreiheit und ferner die Toilettenanlage. Auch das Dach wurde überprüft, akuter Behandlungsbedarf besteht nicht. In die bessere Zugänglichkeit soll investiert werden. 

Etwa 100 000 Euro fallen für das Denkmal an. Für die Trauerhalle sind es 100 000 Euro, dazu 140 000 Euro für die neue Toilette. Die derzeitige Mauersanierung kostet 300 000 Euro, die erste Maßnahme schlug mit 250 000 Euro zu Buche. 

Auf dem Friedhof Pohl-Göns ist die Wegeverbindung seit langem Thema. Die Kieswege sind nicht optimal unter anderem für Rollatoren. Verbundsteinpflaster soll dies ändern. Für die Fläche vor der Trauerhalle könnten weitere Maßnahmen notwendig werden. Das Gebäude wird derzeit auf seinen Sanierungsbedarf geprüft. Eine Umgestaltung mit Blick auf die Aufenthaltsqualität soll im Gespräch mit dem Ortsbeirat erfolgen beim Zugang von der Hüttenberger Straße. 

In Bodenrod sind kleinere Maßnahmen vorgesehen. Die Erschließung des oberen Grabfelds soll barrierefrei erreichbar werden. Die Rampe werde aber voraussichtlich nicht vollständig der Norm entsprechen. Eine Weg-Verbreiterung und die Anbringung von Handläufen sollen den Zugang erleichtern. Nachdem ein Auto in die Stützmauer geprallt war, müssen dort Teile ausgetauscht werden. 

In Ebersgöns steht die Erneuerung der Decke des Hauptwegs auf dem Programm. Ein neues Schöpfbecken ersetzt die bisherige Wasserversorgung. Am Hauptplatz werden drei Bänke aufgestellt, er erhält eine wassergebundene Decke. Unter anderem werden Bäume ersetzt, abgestorbene Hecken-Teile werden entfernt. In das Konzept zur Aufwertung sind Ortsbeirat und Magistrat einbezogen. 

Auf den Friedhöfen entstehen immer mehr Freiflächen, weil sich die Auswahl an Bestattungsformen erweitert hat. Hauptsächlich liegt es an der zunehmenden Zahl an Feuerbestattungen, hinzu kommt die Nutzung des Bestattungswalds. In Butzbach sank der Anteil der Sarg-
bestattungen auf unter 30 Prozent aller Beisetzungen. Die Urnengräber am Baum werden gut angenommen. Überall dort, wo es möglich und vom Ortsbeirat gewünscht wurde, ist auf dem örtlichen Friedhof diese Bestattungsform möglich. 

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