Stadt interessiert an Polizeistation

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Stadt interessiert an Polizeistation

BUTZBACH. Im Gebäude in der Bismarckstraße war bis ins Jahr 2017 die Polizeistation Butzbach untergebracht. Die Stadt hat daran Interesse. Foto: UvV 

Bürgermeister Merle sieht für Gebäude in der Bismarckstraße soziale Nutzung / Gespräche mit dem Land

BUTZBACH (thg). Die Zukunft der Butzbacher Innenstadt steht vor dem nächsten Schritt. Nach dem Treffen des Forums „Lebendiges Zentrum“, in dem Politik und Innenstadt-Akteure vertreten sind, geht die Erarbeitung des „integrierten Stadtentwicklungskonzepts“ in die Schlussphase. Die Kommunalpolitik soll sich in den nächsten Sitzungen damit befassen. Mehrere Innenstadt-Liegenschaften nimmt der Magistrat derzeit in den Blick. 

Wie Bürgermeister Michael Merle sagte, gehört auch die Limes-Galerie zum Fördergebiet. In Ergänzung zu den Nachrichten, dass der Hauptteil der Galerie in zwei Wochen schließt, sagte Merle, dass die Stadt mit dem Eigentümer „Gespräche in alle Richtungen“ über die Zukunft des Bauwerks führe. Zentrale Fragen stellen sich dabei zum Thema Parkhaus und zum Punkt Lebensmittelversorgung im Stadtkern. 

Nicht im Fördergebiet befindet sich eine Liegenschaft, die ebenfalls leersteht und nicht in städtischer Hand ist: die ehemalige Polizeistation in der Bismarckstraße. Wie Merle sagte, hat im Oktober mit für Immobilien zuständigen Vertretern des Landes eine Begehung stattgefunden. Grundsätzlich habe die Stadt Interesse an Gebäude und Fläche. Darüber gebe es „konstruktive Gespräche“. Gutachten müssten noch abgewartet werden. Seit im September 2017 das neue Polizeizentrum im Roten Lohweg in Butzbach eingeweiht wurde, ist das Landeseigentum ungenutzt.

Das Vorkaufsrecht könnte die Stadt einlösen, wenn es  um eine öffentliche Nutzung gehe. Merle sprach von der Schaffung einer „sozialen Infrastruktur“ oder auch von einer Nutzung für Kultur. Generell könne er aber „nichts ausschließen“. Eine Erweiterung des Fördergebiets „lebendige Zentren“ könne folgen, falls eine Förderung möglich wäre. 

Eine kulturelle Nutzung bezieht sich nicht auf die Musikschule. Für sie besteht weiter die Absicht, das ehemalige Arbeitsamt für Unterricht und Verwaltung zu nutzen, so Merle. Dies war bereits Thema in den politischen Gremien. Damit könnte sich auch ergeben, dass die Stadtschule Räume im Gebäude nutzen könne unter dem Stichwort „Bildungscampus“. Mit dem Eigentümer würden Gespräche geführt. 

Die Zukunft zweier weiterer Areale in der Kernstadt ist noch nicht beschlossen. Der ehemalige Discounter an der Elsa-Brandström-Straße dient derzeit als Bauhof-Außenlager, werde es aber „nicht auf Dauer bleiben“, so Merle. Ursprünglich war die Liegenschaft für die Unterbringung von Flüchtlingen erworben worden, aber auch mit der Perspektive nach Ende dieser Nutzung, die dann allerdings nie gebraucht wurde, ein innenstadtnahes Grundstück in der Hand zu haben. Einzelhandel bleibt dort ausgeschlossen, das habe Lidl ihm zuletzt bestätigt, so Merle. 

Auch für das Areal um die Tennishalle gibt es noch keine konkreten Aussagen. Beim Ankauf war eine Option der Bau einer Kita, angesichts der Lage biete sich auch eine Gewerbenutzung an. 

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