Stadt kauft Tennishalle und Flächen

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Stadt kauft Tennishalle und Flächen

BUTZBACH. Die Stadt Butzbach kauft nach einem Beschluss der Stadtverordneten die Tennishalle in Butzbach, die unter anderem Soccer-Felder beherbergt.

EINSTIMMUNG – Beschluss in Butzbacher Stadtverordnetenversammlung / UWG kritisiert Investor scharf

BUTZBACH (thg). Die Stadt Butzbach macht von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch und kauft vom Tennis-Treff Butzbach die Butzbacher Tennishalle und das Gelände. Das beschlossen die Parlamentarier einstimmig in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch im Bürgerhaus Butzbach. Investor Rafael Jantos, der das Areal kaufen wollte (die BZ berichtete) und nun nicht zum Zuge kommt, verließ nach der Abstimmung unter anderem in Richtung Bürgermeister Michael Merle schimpfend den Saal und befand den Vorgang als „abartig“. 

Zu seiner Reaktion beigetragen haben dürfte der einzige Redebeitrag der Aussprache. Er kam von der UWG-Fraktionsvorsitzende Gudrun Reineck. Die von Jantos angekündigte Spende in Höhe von 10 000 Euro, falls die Stadt auf das Vorkaufsrecht verzichte, bezeichnete sie als „Schmiergeld“. Die Drohung, der Stadt die Kosten für die Beurkundung des Kaufvertrags aufzuerlegen, lasse sie unbeeindruckt, denn Verträge im Zusammenhang mit Vorkaufsrecht würden erst nach der Klärung des Sachverhalts gültig. Auch die angekündigte Meldung an den Bund der Steuerzahler schreckte Reineck nicht. „Recht muss Recht bleiben.“ Zuvor hatte Reineck von hochfliegenden Plänen gesprochen und dass sich Jantos aufschwinge, „der große Wohltäter für die Stadt“ zu sein. „Die Entscheidung für die Übernahme der Tennishalle ist zukunftsgerichtet und richtig“, unterstrich Reineck. 

Der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschuss, Stefan Schepp (CDU), hatte eingangs resümiert, dass die Stadt das Vorkaufsrecht zum Kaufpreis von 700 000 Euro plus Nebenkosten für das 12 307 Quadratmeter große, innenstadtnahe Gelände ausübe. Das Grundstück bestehe aus Tennishalle, auf deren Dach eine Photovoltaik-Anlage montiert ist, innen mit Soccerhalle und Fitness-Center, dazu Außentennisplätzen und Freiflächen. 

Für die Nutzung dieser freien Flächen sei in naher Zukunft ein Konzept zu erstellen, so der Bericht. Im Anschluss an die Sitzung war zu erfahren, dass an den Mietverhältnissen nichts verändert werde. Nutzer, die beispielsweise befürchtet hatten, das Fitness-Studio könnte schließen, könnten beruhigt sein. 

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