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Stadt Münzenberg wird digitaler

MÜNZENBERG. Offiziell eingeführt wurde in der Stadt Münzenberg die App iKAT. Das Foto zeigt (v.l.) den Prokuristen der iKAT GmbH, Mark Reitmeier, Hauptamtsleiter Manfred Müller, Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer, Bauhofleiter Martin Sames und Stadtbrandinspektor Alexander Weber.

App ersetzt analoge Karten / Kommt in Verwaltung, Bauhof und bei Feuerwehr zum Einsatz

MÜNZENBERG (pd). Manche Dinge sind irgendwann einfach nicht mehr zeitgemäß. Bauhofmitarbeiter, die sich bei Rohrbrüchen mit verschmutzten und zerfetzten Papierkarten herumärgern oder Feuerwehrkräfte, die Einsatzstellen und Hydranten nicht finden, gehören dazu. Diesen Ärgernissen den Kampf angesagt hat die App iKAT (mobiles Infrastrukturkataster), die nun offiziell in der Stadt Münzenberg eingeführt wurde.

Aktuelle Geoinformationen sind als Handlungs- und Entscheidungsgrundlage aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Fast alle kommunalen Entscheidungen und Handlungsfelder haben einen Bezug zu Geoinformationen, die damit zu einem wesentlichen Bestandteil modernen Verwaltungsmanagements geworden sind. 

Bei iKAT handelt es sich um eine Software für mobile Tablet-Computer, auf der neben Luftbildern auch Kataster der Gebäude und Grundstücke sowie Karten der Hydranten und Leitungen hinterlegt sind. Als zusätzliche Funktionen bietet iKAT eine Ortungsfunktion des eigenen Standorts sowie die Möglichkeit, Entfernungen, Flächen oder Umkreise auszumessen, erklärte der Prokurist der iKAT GmbH, Mark Reitmeier bei der offiziellen Vorstellung der App in der Stadtverwaltung Münzenberg.

Für die Stadt hat Verwaltungsmitarbeiter Janek Eckert die Projektkoordination in Sachen iKAT übernommen. Er erklärte, dass die Arbeit mit unhandlichen Karten für die Wassermeister schon lange sehr unkomfortabel gewesen sei. Da die App iKAT ursprünglich für die Feuerwehr und somit auch für die Benutzung in hektischen Situationen oder unter großem Druck entwickelt wurde, sei sie auch für die Ansprüche der Bauhofmitarbeiter geeignet, erklärte Eckert. Aber auch bei anderen Aufgaben wie etwa der Aufstellung von Bebauungsplänen oder der Begutachtung von Baustellen könne das System helfen. Einsatzmöglichkeiten sieht er auch im Bereich des Ordnungsamtes. 

Bauhofleiter Martin Sames verwies zudem darauf, dass durch iKAT nun gewährleistet sei, dass die Daten der Pläne durch den Dienstleister immer auf den neuesten Stand gebracht würden. „Nun sind alle Pläne zukunftsfähig dokumentiert, da die Informationen zentral und digital abgelegt sind“, bekräftigte er. Alle Daten stehen offline und überall zur Verfügung. Zur Nutzung von iKAT ist keine Internetverbindung notwendig.  

Auch im Bereich der Feuerwehr freut man sich über die fortschreitende Digitalisierung, erklärte Stadtbrandinspektor Alexander Weber. In einer Software seien nun alle Informationen gebündelt. Die Kenntnis über angrenzende Gebäude, Lage der Hydranten und weitere Informationen helfen beim Management der sogenannten Chaosphase. Es kann eine schnelle Aussage über den Abstand der Wasserentnahmestelle zum Einsatzort, die Fläche eines Waldbrands oder die Größe eines Schadensgebiets bestimmt werden. Von nun an ist iKAT auf Tablets in der Verwaltung, im Bauhof und bei der Feuerwehr im Einsatz. 

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