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Stadt soll Kulturinitiative im Heizwerk einrichten und Limesgalerie kaufen

Vorschläge der Jungen Union Butzbach zu Stadtentwicklung / Bahn reaktivieren und Digitalisierung fördern

BUTZBACH (pm). Die Junge Union (JU) Butzbach möchte in den nächsten Jahren dafür einstehen, dass Butzbach eine Wohlfühlstadt für alle Generationen bleibt und den Bedürfnissen verschiedener Generationen gerecht wird. Das erklärt Vorsitzender Stefan Höchst in einer Pressemitteilung. „Hierfür sind mutige und dennoch realisierbare Vorschläge, die zu einer merkbaren Veränderung und zu einem qualitativen Mehrwert für Butzbach und die Bürger notwendig.“ 

Die Stadt und ihre Gesellschaften hätten Immobilien im Bestand, die seit Jahren nicht genutzt werden wie zum Beispiel das „alte Heizhaus“. Es fehle seit Jahren ein attraktives Umsetzungskonzept. „Wir schlagen daher vor, dass aus dem alten Industrieobjekt ein Haus für Musik und Kunst wird.“ Als Vorbild dient die Kulturinitiative Gießen (KiG). Sie besteht aus Proberäumen, Ton- und Filmstudios. „Wir sind fest davon überzeugt, dass dieses Projekt auch auf Butzbach übertragbar ist. Denn dieses Objekt kann problemlos durch eine Bar/ein Restaurant und durch einen Jugendtreff ergänzt werden. Es besteht die Möglichkeit, in diesem Objekt das von allen geforderte Gründerzentrum zu integrieren. Die laufenden Kosten können durch Mieteinnahmen und Zuschüsse gedeckt werden. Die Stadt Butzbach erschafft eine gelebte Begegnungsstätte. Das Freizeitgelände Vicus Romanus und das geplante Familienzentrum im Degerfeld runden das Vorhaben optimal ab“, so Höchst.  

Die JU gibt sich mit den bisherigen Aktionen zur Verkehrswende nicht zufrieden. „Wir schlagen vor, dass die alte Licher-Eisenbahn-Linie reaktiviert wird. Als Vorbild dient die Taunus- und auch die Horlofftalbahn. Die Reaktivierung der Gleise kann zu einer realistischen Alternative zum Auto beitragen. Pendler und Schüler können aus den Stadtteilen und aus den benachbarten Gemeinden bequem mit der Bahn zum Butzbacher Bahnhof fahren. Die Straßen und die Parkhäuser werden dadurch entlastet.“ Bad Nauheim und der Magna-Park mit dem Güterverkehr könnten angebunden werden. Für eine nachhaltige Verkehrswende ist die Schaffung von E-Ladestationen unabdingbar. An Schulen, Kindergärten, Sportplätzen und anderen Einrichtungen sollten solche Vorrichtungen angebracht werden.  

„Während andere Parteien den Fokus auf kostenfreies W-Lan in der Innenstadt legen, denken wir umfassender. Wir setzten uns dafür ein, dass Schulen, Kindergärten, Sportplätze und Sporthallen einen schnellen digitalen Zugang erhalten.“ In der modernen Vereinswelt müssten Spielberichte schnell hochgeladen werden, Social Media Accounts gepflegt, Trainings- und Spielinhalte digital aufgebaut und analysiert werden.“ 

Die JU möchte unter anderem erreichen, dass die Stadtverwaltung digitaler wird, sodass den Bürgern ein flexiblerer Service angeboten werden kann. „Videoberatung und Online-Anträge dürfen in unserer Stadt keine Ausnahmen mehr sein. Wir brauchen Online-Reservierungspläne von Kultur und Sitzungsräumen. Vereine und Bürger sollten diese Buchungen bequem und schnell von zu Hause erledigen können. Wir möchten endlich den Staub von den Leitungen pusten und eine bessere digitale Vernetzung für unsere Menschen vor Ort erreichen.“

Die JU möchte sich aktiv an dem Stadtentwicklungskonzept (ISEK) beteiligen, Interessen und Ideen der Bürger einbringen. In einer Umfrage konnten alle Butzbacher die Themenschwerpunkten miterarbeiten. Zum Projekt „lebendige Zentren“ sei ein Themenschwerpunkt bei der Erarbeitung komplett vergessen worden: „Es bestehen keine konkreten Vorschläge für die Nahversorgung und für den Einzelhandel in der Innenstadt.“ Butzbach benötige einen Ort, an dem Handel und Austausch gleichermaßen möglich seien, an dem die wöchentlichen Einkäufe erledigt, spontane Begegnungen mit Bekannten oder geplante Treffen mit Freunden zu einem Kaffee oder Snack stattfinden können. „Um einen solchen Ort zu realisieren, schlagen wir vor, dass die Stadt Butzbach im Rahmen ihrer Fördergelder die Limesgalerie kauft, saniert und eine Markthalle entsteht.“ Höchst betont: „Wir von der Jungen Union erwarten von diesem Millionenprojekt eine zeitgemäße, nachhaltige, lebendige und zukunftsfähige Umsetzung.“

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