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Butzbacher SPD für Ausbau der Freizeitangebote für Jugendliche / Sozialzentrum auch von Älteren nutzbar

BUTZBACH (pm). Die SPD begrüßt einen bedarfsgerechten Ausbau der Freizeitangebote für Jugendliche in Butzbach. Das geht aus einer Mitteilung von Pressesprecher Michael J. Mentz hervor.
Butzbach ist eines der am stärksten wachsenden Mittelzentren in Deutschland. Die Wohnbevölkerung sei um rund 2500 Menschen gewachsen; die Einwohnerzahl werde ebenfalls weiter zunehmen. Deshalb leben auch zunehmend mehr Jugendliche in der Stadt – zurzeit annähernd 1500.
„Passgenaue und offene Angebote für junge Menschen sind für uns einer der zentralen Faktoren, die es braucht, um Butzbach auch für junge Menschen und Familien attraktiver zu machen und lebenswert zu halten. Das ist ganz besonders im Hinblick auf eine vorausschauende Gestaltung des demografischen Wandels von überaus entscheidender Bedeutung. Dieses wichtige Projekt dürfen wir jetzt keinesfalls verschleppen, denn wir sind unseren jungen Menschen und Familien auch nachhaltige Perspektiven über die Corona-Krise hinaus schuldig“, so Mentz.
„Wir wollen bestehende Angebotsstrukturen unter Einbeziehung der Jugendlichen bedarfsgerecht ausbauen“, fügt die Vorsitzende der Jusos, Anne Thomas, hinzu.
Die in den letzten Jahren entwickelten Angebote wollen die Butzbacher Sozialdemokraten weiterführen und ausbauen. Beispielhaft nennen sie: Soziale Stadt, Gemeinwesenarbeit, Stadtlesen, Leseclub der Stadt Butzbach, Demokratie leben, Schulsozialarbeit, Jugendforum und Ferienspiele. „Gerade in der Kinder- und Jugendarbeit gibt es viele Überschneidungen mit den Schulen. Auch die Butzbacher Schulen entwickeln sich zu Ganztagsschulen, sodass immer mehr Angebote, die sich an Kinder- und Jugendliche wenden, im Rahmen des schulischen Lebens stattfinden. Dabei ist der Ausbau der Schulsozialarbeit geboten“, stellt der ehemalige Leiter der Schrenzerschule, Michael Schröter fest.
Die Butzbacher SPD vertritt die Auffassung, dass es auch zukünftig außerschulische Angebote für Kinder und Jugendliche in allen Teilen der Stadt geben muss. Nachdem auch die Innenstadt in das Förderprogramm Gemeinwesenarbeit aufgenommen worden ist, besteht die Möglichkeit, in der Kernstadt weitere Angebote für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Die Butzbacher SPD ist der Auffassung, dass die Kinder und Jugendlichen in der Innenstadt einen festen Treffpunkt haben müssen. Nachdem der Jugendbahnhof wegen Eigenbedarfs des Eigentümers demnächst nicht mehr zur Verfügung steht, bestehet in der Kernstadt starker Bedarf für ein Ersatzgelände oder Ersatzgebäude für die Gruppen, die den Jugendbahnhof genutzt haben. Auf dem Gelände des ehemaligen Lidl-Supermarkts am Schloss, das sich im Eigentum der Stadt Butzbach befindet, bestehe die Möglichkeit, einen Kinder- und Jugendtreff zu entwickeln. Dieser Treff könnte Teil eines Sozialzentrums sein, in dem es auch Räume für andere Gruppen, Vereine und Verbände wie zum Beispiel Altstadtfreunde, Seniorenbeirat, VdK, Nachbarschaftshilfe, Butzbacher Bündnis für Demokratie und Toleranz geben soll.
Die gleichzeitige Nutzung von Jungen und Älteren und die sich daraus ergebenden Begegnungen und gemeinsamen Aktivitäten wirken sich gemäß einer Studie der Universität Heidelberg positiv auf die jeweilige Lebensqualität aus. Sie sind ausdrücklich wünschenswert.
Das Gelände biete auch im Außenbereich genügend Fläche für Aktivitäten der unterschiedlichsten Art. Selbstverständlich müsse zunächst das Gebäude umgebaut werden, um für soziale Nutzungen zur Verfügung stehen zu können. „Unterstützen werden wir auch in Zukunft die gute und unbezahlbare Kinder- und Jugendarbeit der Butzbacher Vereine“, so die SPD-Vertreter.
„Diese Arbeit wollen wir vor allem durch gute Rahmenbedingungen stärken und verbessern.“ Mit dem Förderprogramm „Demokratie leben“ bestehe die Möglichkeit, die Kinder- und Jugendarbeit der Vereine und Verbände in Butzbach auch finanziell zu unterstützen. „Eine langgehegte Forderung der Butzbacher Kinder und Jugendlichen möchten wir in den kommenden Jahren umsetzen. Wir wollen uns auch dafür einsetzen, dass Butzbach einen Skateplatz erhält. Wir können uns die Umsetzung dieses Projekts im zukünftigen Limespark auf dem ehemaligen Markt- und Freizeitgeländes sehr gut vorstellen“, hebt Thomas hervor.
Das Jugendzentrum soll sich als Angebot der offenen Jugendarbeit verstehen. Der Besuch der Einrichtung stehe grundsätzlich jedem Kind und Jugendlichen offen, egal welcher Herkunft, Religion oder welchen Geschlechts. Kinder und Jugendliche brauchen Angebote, aber auch die Möglichkeit, sich mit ihren Interessen frei und offen zu entwickeln und einbringen zu können. „Unser Ziel ist es, in Butzbach ein städtisches, attraktives und zukunftsorientiertes Jugendzentrum zu etablieren und daneben weitere aktivierende Freizeitangebote für Jugendliche zu schaffen“, so Thomas Mentz.

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